Montag, 25. Oktober 2010

Halloween-Special 2010: Die 20 besten Slasherfilme

Maskierte Killer, Final Girls, Sünden der Jugend, Feiertage und kreischende Teenager, das sind die Zutaten des Slasher-Films, der in den späten 70ern in Mode kam, Ende der 80er dann so gut wie tot war und 1996 von Wes Cravens „Scream“ wiederbelebt wurde. Hier ist meine Lieblingsliste der ‚Ur’-Slasher aus der Blütezeit des Genres. Mit Popcorn und Kürbislaterne (siehe oben mein diesjähriges Exemplar) sind sie das beste Filmprogramm für die kommende Halloween-Nacht…


1. HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS (1978)
Ist er ein Mensch oder doch der Boogeyman? Michael Myers schlitzt sich durch seine Heimatstadt und treibt Babysitterin Jamie Lee Curtis zu Verzweiflung und Star-Ruhm. John Carpenters Klassiker ist nicht nur ein Meisterwerk des subtilen filmischen Horrors, er ist auch der Prototyp eines Subgenres, dessen Regeln heute noch unverändert gelten. Eine Sternstunde des Terrorkinos, oft kopiert, nie erreicht. Ausführliche Rezension hier.




2. FREITAG DER 13. (1980)
"Kill Her, Mommy!" - Jasons Mutti nimmt grausame Rache für den Tod ihres Sohnes und verwandelt ein friedliches Ferienlager ins ‚Camp Blood’. Regisseur Sean S. Cunningham nimmt Carpenters Vorbild, befreit es von jeder filmischen Kunst und konzentriert sich auf den Body Count, dargeboten von Effektemeister Tom Savini. Ausführliche Rezension hier.





3. JESSY – DIE TREPPE IN DEN TOD (1974)
Ein Studentinnen-Wohnheim im Schnee, ein unheimlicher Anrufer und auf dem Speicher eine Tote im Schaukelstuhl. Das sind die Zutaten von Bob Clarks Weihnachts-Schocker "Black Christmas", der Carpenters „Halloween“ vorwegnahm, aber nie über Kultstatus hinausgekommen ist. Die Welt war noch nicht bereit für den Slasher-Film. Ausführliche Rezension hier.





4. MONSTER IM NACHTEXPRESS (1980)
Wieder Jamie Lee Curtis, dieses Mal im Nachtzug, Endstation Horror. Eine Kostümparty wird durch einen maskierten Killer dezimiert. Der vielleicht beste „Halloween“-Nachahmer besticht durch furiose Kameraarbeit und originelle Einfälle mit allerlei Tricks, Masken und Illusionen, an vorderster Front: David Copperfield persönlich. Ausführliche Rezension hier.





5. DAS KABINETT DES SCHRECKENS (1981)
Tobe Hoopers Ausflug in den Horror der örtlichen Geisterbahn ist streng genommen kein Slasherfilm, bietet aber kiffende Teenager, ein Final Girl und einen deformierten Mörder unter der Frankenstein-Maske. Damit sind die wichtigsten Kriterien erfüllt, und davon abgesehen ist der Film einfach gut. Ausführliche Rezension hier.






6. PROM NIGHT (1980)
Mach’s noch einmal, Jamie Lee! Unsere liebste Scream-Queen tanzt dem Killer in die Arme, und ihr kleiner Bruder verliert den Kopf, alles wegen eines dummen Kinderstreichs. Diese absurde Mischung aus „Halloween“ und „Saturday Night Fever“ (!) fand zahlreiche Fortsetzungen und ein (unterirdisches) Remake. Ausführliche Rezension hier.






7. BLUTIGER VALENTINSTAG (1981)
Der Killer mit der Spitzhacke geht um in einer kleinen Bergarbeiterstadt und verteilt Herzen zum Valentinstag – und die schlagen sogar noch! Ein langweiliges Liebes-Dreieck wird durch authentisches Lokalkolorit und originelle Todesarten wettgemacht. Ausführliche Rezension hier.







8. HALLOWEEN II (1981)
Der offizielle Nachfolger zum Original ist der wohl ultimative Krankenhaus-Grusel. Michael Myers metzelt sich durchs Horror-Hospital, Jamie Lee flüchtet in schlecht sitzender Perücke. Donald Pleasence jagt alles in die Luft. Ursprünglich zu zahm, wurden nachträglich ein paar blutige Details wie eine Injektionsnadel im Auge (aua) hinzugefügt – und Carpenters fantastischer Score. Beste Szene: dummer Krankenpfleger rutscht auf einer Blutlache aus und fällt in Ohnmacht. Ausführliche Rezension hier.




9. DIE AUGEN EINES FREMDEN (1981)
In Miami geht ein Frauenmörder um. TV-Newslady Lauren Tewes vermutet im Mann von gegenüber den Täter und bringt sowohl sich selbst als auch ihre blinde und taubstumme (geht's vielleicht eine Nummer kleiner?) Schwester Jennifer Jason Leigh in Lebensgefahr. John Carpenters „Das unsichtbare Auge“ (1978) erfährt durch Tom Savini ein Härte-Upgrade.





10. STILLE NACHT, HORROR-NACHT (1984)
Der süße Billy muss ins Weihnachtsmannkostüm und entdeckt seine psychopathische Ader – kurz darauf bleibt kein Kopf mehr auf dem Hals. Berühmt-berüchtigter Slasher der billigen, aber effektiven Sorte, mit jeder Menge Sex, nackter Brüste und dahingemetzelter Nebendarsteller. Ausführliche Rezension hier.







11. BLOODNIGHT (1989)
Bei der nächtlichen Inventur eines Supermarkts landen die Angestellten der Reihe nach auf äußerst blutige Art im Jenseits. Sam Raimi wird am Fleischerhaken aufgespießt, Bruder Ted wird in zwei Hälften zersägt. Over the Top? Cop Bruce Campbell verhaftet am Ende die Falschen. Regisseur Scott Spiegel begeistert durch ausgefallene Kamerapositionen und bekommt 10 von 10 Ekelpunkten für diesen spät nachgeschobenen Beitrag zum Genre. Originaltitel: "Intruder". Rezension hier.




12. TERROR EYES – DER FRAUENKÖPFER (1981)
Die schöne Rachel Ward liebt hier ausnahmsweise keinen Priester, sondern einen fremdgehenden Anthropologen. Dafür müssen dessen Studentinnen büßen. Ein Kopf landet im Erbseneintopf, ein weiterer in der Toilette, ein dritter im Aquarium. Eine lesbische Direktorin nimmt sich der überlebenden Mädels an, sprich: befummelt sie ordentlich. Sehr politisch korrekt! "Night School" bleibt zahm, aber spannend. Klasse Musik von Brad Fiedel. Ausführliche Rezension hier.





13. CURTAINS - WAHN OHNE ENDE (1983)
Unter der Regie von Jonathan Stryker spielt John Vernon einen Regisseur namens Jonathan Stryker (?) und bittet zum Casting in sein verschneites Landhaus. Eine Gruppe von Schauspielerinnen kämpft verbissen um die Hauptrolle in seinem nächsten Film. Eine von ihnen geht sogar über Leichen… Bekannt für seine surrealen Einfälle und eine schreckliche Schlittschuhfahrt mit alter Hexe. Ausführliche Rezension hier.





14. BRENNENDE RACHE (1981)
Noch ein Feriencamp mit Serienschlitzer, und wieder sorgt Tom Savini für die blutig abgehackten Körperteile. Der Killer metzelt mit seiner Heckenschere auch zukünftige Stars wie Holly Hunter und Jason Alexander, und das alles wegen eines dummen Jugendstreichs… hatten wir das nicht schon mal? Macht nix. Ein guter Score von Rick Wakeman und ein grimmiges Finale sind die Highlights von "The Burning". Rezension hier.





15. THE PROWLER (1981)
1945 tötet ein heimgekehrter Soldat seine untreue Verlobte mit einer Heugabel. 35 Jahre später soll an gleicher Stelle ein Tanzfest verun...äh, veranstaltet werden. Der mordende Veteran stürzt sich erneut in seine Kampfausrüstung und greift wieder zur Forke des Todes. Dank Tom Savinis Kunst einer der heftigsten Slasherfilme, empfohlen für starke Mägen. Rezension hier.





16. HELL NIGHT (1981)
Teufelskind Linda Blair spuckt hier keine Erbsensuppe, sondern verbringt als Mutprobe gemeinsam mit drei Kommilitonen die Nacht in einem unheimlichen Gemäuer. Dass im Keller ein deformierter Killer haust (oder auch zwei), der sich gleich ans schaurige Werk macht, wer konnte das ahnen? Hübscher Slasher mit ordentlicher Portion Spannung und sympathischen Charakteren, die zur Abwechslung nicht (nur) über Sex reden. Rezension hier.




17. BLUTWEIHE (1984)
"Prinzessin Vespa" Daphne Zuniga soll für die Aufnahme in eine Studentenverbindung (ja, schon wieder!) eine Wachmann-Uniform stehlen. Als sie nachts ins Kaufhaus eindringt, hat sie nicht nur ihre Freundinnen im Schlepptau, sondern auch noch einen brutalen Killer. "The Initiation" ist das beste Argument gegen begrenzte Öffnungszeiten und ein kleiner, feiner Schlitzerfilm mit überraschender Auflösung. Ausführliche Rezension hier.




18. BLUTIGER SOMMER IM CAMP DES GRAUENS (1983)
Wer die überraschende Auflösung von „The Crying Game“ originell fand, sollte sich schnell das Finale von „Sleepaway Camp“ ansehen. Von der wirklich makaberen und absurden Schlusseinstellung abgesehen gibt es ansonsten aber nichts Neues im blutigen Land der Ferienlager.





19. PANISCHE ANGST (1980)
Der Film, den Tom Hanks sicher gern von seiner Filmografie streichen würde. Ein Irrer (wer sonst?) tötet angehende Bräute kurz vor der Vermählung, weil er vermutlich einmal zu oft sitzen gelassen wurde. „He Knows You’re Alone“ kann darüber hinaus ein gutes Spannungsniveau halten. Der Film-im-Film zu Beginn ist extrem sehenswert. Rezension hier.





20. AB IN DIE EWIGKEIT (1981)
Melissa Sue Anderson ohne Häubchen und kleine Farm, dafür mit zurückliegender Gehirnoperation und Schulfreunden, die durch die Hand eines maskierten Täters sterben, per Kebap-Spieß (siehe Plakat) und anders. Ist unsere Melissa wirklich so unschuldig wie sie tut, oder möchte sie doch nur, dass jemand zu ihrer Geburtstagsfeier kommt – tot oder lebendig? "Happy Birthday to Me" ist ein hübscher Slasher mit (ca.) sechs überraschenden Wendungen in den letzten 10 Minuten. Ausführliche Rezension hier.



Okay, einen hab' ich noch:

21. DAS HORROR-HOSPITAL (1981)
Die Auszeichnung für den besten Krankenhaus-Horror habe ich oben schon vergeben, dieser Trip in den Trauma-Flügel ist aber auch gut anzuschauen. Michael Ironside jagt Lee Grant durchs Hospital, weil er Frauen nicht ausstehen kann, die eine eigene Meinung haben. Die kanadische Produktion bietet teilweise Hochspannung und gute Leistungen der Darsteller, in einer Nebenrolle beamt sich William Shatner zur Besuchszeit ins Krankenhaus. Ausführliche Rezension hier. 



Kommentare:

  1. Kreisch...eine Halloween Slasher Liste. Wie genial...ich bin schon die ganze Zeit am Überlegen, welche Movies für die Gruselnacht in Frage kommen. Vielen Dank, Mathias, für die Inspiration zu den 80er Slashern...die Monster im Nachtexpress hab ich jetzt auch spontan bestellt, da ich Zugfilme auch über alles liebe. Den letzten, den ich gesehen habe "Train" war ja wohl ein Fall für die Mülltonne.
    "Silent Night" hab ich auch auf der Merkliste, das wäre doch auch was für kommende Weihnachten...LG Ray

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  2. Hi Ray, sehr gern geschehen. Ich schaue in der Halloween-Nacht traditionell zu einem Riesen-Berg Popcorn immer "Halloween", "The Fog" und "Monster im Nachtexpress" (Vorsicht vor der gekürzten MIB-DVD, die hat ein ganz schlechtes Bild! Von X-Gabu gibt es eine gute Auflage mit drei verschiedenen Covermöglichkeiten, dummerweise aber nur mit deutscher Sprache), das muss einfach sein.
    Um "Train" mache ich seit Deiner Rezension einen großen Bogen. :-)

    Und "Silent Night" ist der ideale Weihnachtsfilm. Liebe Grüße!

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  3. Hi Mathias, die Warnung über die gekürzte MIB-DVD kommt leider zu spät. Da hab ich mich vom unschlagbaren Amazon Preis von 2, 49 blenden lassen. Egal, die bessere Ausgabe ist vorgemerkt.
    Wahrscheinlich guck ich diesmal "Halloween", der hat letzte Halloween Nacht bei mir pausiert. Dann kommt wohl ein neuerer Film dazu, es liegen ja noch genügend Horrorfilmchen auf dem "ungesehen" Stapel.
    Nr. 3 der langen Filmnacht ist wahrscheinlich "Haunted Hill" mit Vincent Price, den ich mir vor kurzem "blind" gekauft habe. LG Ray
    Wird aber wohl sehr spontan entschieden...

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  4. Hallo Ray,
    schade, die MIB-DVD ist wirklich unterirdisch, der hatte ich damals bei Amazon auch nur einen Stern gegeben (hätte ich wohl doch meine REZ stehen lassen sollen).

    "Haunted Hill" ist ganz nett, kommt aber meiner Meinung nach nicht an "Mörderisch" oder "Die Zwangsjacke" heran. Ist aber eine gute Idee, auch einen Klassiker ins Filmprogramm aufzunehmen, da würde ich wohl wieder auf "The Haunting" zurückgreifen, oder den von uns beiden geliebten "The Innocents" - schlotter. :-) LG, Mathias

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