Mittwoch, 14. Juli 2010

Tot & begraben (1981)

TOT & BEGRABEN (Dead & Buried) wurde von Gary Sherman nach einem Drehbuch der "Alien"-Autoren Ron Shusett und Dan O'Bannon inszeniert und hat es zu einem kleinen Kultstatus gebracht. Während der US-Horrorfilm seinerzeit fast ausschließlich maskierte Slasher auf die Leinwand brachte, bietet dieser obskure kleine Film eine wirklich originelle und frische Geschichte über ein Kleinstadt-Küstennest, in dem die Zeit stehen geblieben scheint, und in der Touristen aus unerklärlichen Gründen einen grausamen Tod finden. Der Dorf-Sheriff (James Farentino) ermittelt und muss bald einer grauenvollen Tatsache ins Gesicht sehen...

Mehr soll hier gar nicht erzählt werden, denn der Film hält noch einige hübsche Überraschungen parat. Neben guten Darstellern (darunter der damals noch unbekannte Robert "Freddy Krueger" Englund) wie James Farentino und Jack Albertson in seiner letzten Filmrolle, bietet er einen wirklich schockierenden Einstieg (ein Fotograf, der an idyllischer Küste Fotos der reizenden Lisa Blount macht und dann brutal von den Dorfbewohnern ermordet wird), eine durchweg morbide Atmosphäre, stimmungsvolle Musik von Joe Renzetti und mehrere drastische Mordszenen (u.a. eine Injektionsnadel an einer Stelle, wo man keine Injektionsnadel jemals haben möchte).

Tod und Bestattung spielen hier eine entscheidende Rolle - so darf man als Zuschauer Zeuge werden, wie der örtliche Bestatter Albertson das Gesicht einer entstellten Leiche vollständig rekonstruiert und ihren Körper präpariert - eine Szene, die man nicht allzu häufig sieht, obwohl sie tagtäglich praktiziert wird.

Auch wenn Gary Sherman die Spannung nicht durchgängig halten kann, lohnt sich ein Besuch in "Potter' Bluff", der Stadt, in der die Zeit im wahrsten Sinne stehen geblieben ist, und die aus schrecklichen Gründen niemals schläft...

07/10

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...