Donnerstag, 1. Juli 2010

Sommer-Hitze-Special: Die besten "heißen" Filme

Das verflixte 7. Jahr (1955)
Da helfen keine Eiswürfel! Strohwitwer Tom Ewell kommt mächtig ins Schwitzen, der Zuschauer auch. Nicht nur setzen ihm die Hundstage in New York zu, jetzt zieht auch noch Marilyn Monroe ins Haus, die ihre Unterwäsche im Eisfach kühlt, wenn sie sich nicht gerade das Plissee-Kleid per U-Bahn-Luftzug über den Kopf wirbeln lässt. Mein persönlicher Sommer-Film Nr. 1!



Body Heat - eine heißkalte Frau (1981)
"Ist das heiß" lautet die erste Dialogzeile, während im Hintergrund ein Lagerhaus abbrennt. Kathleen Turner lutscht am Kirscheis und lässt die Windspiele klingeln, während William Hurt vor Erregung nicht mehr ein noch aus weiß und sich zu Mord und Totschlag überreden lässt. Feuchte Körper auf seidenen Laken, dazu John Barrys sexy Saxophon.




Hundstage (1975)
Ein Banküberfall am heißesten Tag des Jahres, ein Psychodrama der besonderen Art, einer der besten und schwülsten Filme der 70er. Pacino und Cazale schwitzen, was das Zeug hält, während sie auf ihr bitteres Ende zusteuern. Nervenkrieg und Kreislaufkollaps während der Hundstage, immer wieder schön.




Das Fenster zum Hof (1954)
James Stewart kann vor Hitze nicht schlafen und schaut stattdessen lieber den Nachbarn zu, auch dem Mörder Raymond Burr, der seine nörgelnde Ehefrau erledigt. Grace Kelly nörgelt auch, überlebt aber. Die ersten Einstellungen zeigen einen verschwitzten Stewart und ein Thermometer, die Nachbarn schlafen auf dem Balkon oder machen Gymnastik in der Unterwäsche. Ein Klassiker des Sommerkinos!


Hot Spot (1990)
Liebe, Lust und heiße Höschen in einem staubtrockenen Wüstenkaff mit der extra scharfen Virgina Madsen, die sich die Beine rasiert, während sie den Mord an ihrem Gatten plant. Don Johnson hat gegen so viel fiese Weiblichkeit keine Chance, Regisseur Dennis Hopper jagt das Thermometer stetig höher.




Manche mögen's heiß (1962)
Und noch einmal MM! Vom verschneiten Chicago ins sommerliche Florida, zwei Musiker in Frauenkleidern auf der Flucht vor Gangstern und eine Blondine auf der Jagd nach Millionären. Wenn Marilyn "I wanna be loved by you" haucht, beschlagen nicht nur Tony Curtis' Brillengläser. Da kann man ja nur dahinschmelzen.




Über den Dächern von Nizza (1955)
Grace Kelly ist keine Imitation wie ihr Diamantencollier, das weiß auch Cary Grant und lässt sich von ihr halsbrecherisch durch Nizza kutschieren, bevor sie ihn nach Brust oder Keule fragt. Hitchcocks farbenprächtigster Urlaubsfilm, für den Meister ungewöhnlich an den schönsten Originalschauplätzen rund um die Côte d'Azur gedreht, ein Film wie Champagner - prickelt, macht Laune und keine Kopfschmerzen.



Frau ohne Gewissen (1944) Und noch so eine heiße Femme Fatale, im Vorgänger von "Body Heat". In diesem wundervollen Billy Wilder-Klassiker verführt Barbara Stanwyck - trotz Affenhitze stets mit platinblonder Perücke - den tumben Fred MacMurray mit ihrem Fußkettchen zum Mord. Die Sonne brennt heiß über L.A., MacMurrays Leidenschaft auch. Was macht es schon, dass sie tödlich endet?




Der Swimming-Pool (1969)
Nicht unbedingt ein guter Film, aber ein heißer - nur ein Hauch von Handlung, dafür reichlich nackte Haut und Sonnenbaden. Die beiden bronzefarbenen Luxuskörper in Badegarderobe, an denen das Wasser heruntertropft, gehören Alain Delon und Romy Schneider, und die Erotik ist nicht nur schwül, sondern echt. Selten knisterte es so auf der Leinwand.




Swimming-Pool (2003)
Noch so ein Planschbecken, aber diesmal besetzt vom Luder Ludivine Sagnier und Schriftstellerin Charlotte Rampling, die für den verdutzten Gärtner ihren Busen entblößt, eine Leiche beseitigt und dabei ihre Jugend und Inspiration wiederfindet. Eine Sommerbrise mit Nervenkitzel, für Gefühl und Intellekt von Wunderkind Francois Ozon.




Wild Things (1998)
Nie war eine Autowäsche schöner und durchsichtiger als bei Denise Richards, die sich um Matt Dillons Stoßstange kümmert, während ihre lüsterne Mutter Theresa Russell sich in den Laken lümmelt und nicht merkt, dass Töchterchen ganz böse Dinge plant. Eine Geschichte aus dem tiefen Süden, mit ebenso tiefen Sümpfen. Die Krokodile beobachten neugierig das wüste Treiben der wilden Hühner.


1 Kommentar:

  1. das ja ma ne schöne Idee! kannste öfter machen. - und passend zur Hitze singen die Darsteller in Ozons "Tropfen auf heiße Steine" traumhaft schön: Du bist so heiß wie ein Vulkan aahaahaahaaaa und heut verbrenn ich mich daran aahaahaahaaaa... (so, das kriegt Ihr jetzt nicht mehr ausm Kopp den ganzen Tag! *kicher*)

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