Samstag, 19. Juni 2010

Die letzte Metro (1980)

Wir schreiben das Jahr 1942. Im von Nazis besetzten Paris muss die Bühnendarstellerin Marion Steiner (Catherine Deneuve) ihren Ehemann und Intendanten Lucas Steiner (Heinz Bennent) im Keller seines Theaters verstecken, während der Theaterbetrieb unter schwierigsten Bedingungen fortgesetzt wird. Von seinem Versteck aus inszeniert Lucas die Stücke und wird Zeuge, wie sich langsam eine Liebesbeziehung zwischen seiner Frau und dem jungen Schauspieler Bernard (Gérard Depardieu) anbahnt...

DIE LETZTE METRO aus dem Jahr 1980 gehört zu den größten Publikumshits von Francois Truffaut und hat zahlreiche internationale Preise abgeräumt.

In erster Linie aber ist der Film eine Liebeserklärung an Catherine Deneuve und das Theater. Deneuve ist die perfekte Verkörperung von Schönheit, Würde und Stolz, hin- und hergerissen zwischen Pflicht und Loyalität auf der einen Seite, Liebe und Begehren auf der anderen. Sie trägt die Verantwortung für das Theater, ihr Ensemble, für das Leben ihres Mannes, und sie trägt auch den Film. Ihre wachsende Zuneigung zum jungen Gerard Depardieu, der an ihrer Seite seine erste Rolle für Truffaut spielt, wird lediglich in kleinen Gesten und Blicken ausgedrückt. So wie sich Lucas hinter den Mauern des Theaters verbirgt, so verbirgt auch Deneuve ihre Emotionen hinter unergründlicher Fassade.

DIE LETZTE METRO erzählt von Widerstand und Aufrichtigkeit, der Rolle von Kunst und Künstlern im wahren Leben (ähnlich wie Lubitschs "Sein oder Nichtsein"), der Film ist ein reiches und reifes Werk, spannend, komisch und anrührend, voll schillernder Charaktere und Emotionen.

09/10

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