Dienstag, 11. Mai 2010

James Bond jagt Dr. No (1962)

1962 erblickte zum ersten Mal die von Ian Fleming geschaffene Romanfigur James Bond das Licht der Kinosäle und wurde zum Welterfolg. Die britischen Produzenten Saltzman & Broccoli gaben sich alle Mühe, Flemings Roman adäquat umzusetzen, die Zuschauer in ein spektakuläres, temporeiches und exotisches Abenteuer zu entführen und mit Bond selbst einen Prototyp des Action-Kinos zu erschaffen.

Das alles ist ihnen fantastisch gelungen. Insbesondere der Mut, mit Sean Connery einen nahezu unbekannten Schauspieler zu verpflichten, der den teuren Film tragen musste, muss bewundert werden und hat sich mehr als ausgezahlt. Connery, jung, attraktiv, durchtrainiert, hart zu Gangstern und auch nicht weich gegenüber Frauen, wurde zum Markenzeichen, Sexsymbol und Vorbild einer neuen Filmgeneration.

DR. NO kann immer noch begeistern, selbst wenn der Science-Fiction-Anteil in der zweiten Hälfte heute reichlich naiv anmutet und mit der spannenden Agentenstory der ersten Hälfte nicht ganz mithalten kann. Der Film jagt von einem Plot-Point zum nächsten, nebenbei gibt es viele Schauwerte wie die Jamaica-Location, schöne Frauen, gemeine Handlanger und ausgefallene Mordanschläge. Einer der Handlanger wird von Bond kaltblütig erschossen – eine Szene, die seinerzeit kritisiert und so nicht wiederholt wurde. Dafür werden beinahe sämtliche bekannten Elemente der späteren Reihe etabliert, vom Flirt mit Moneypenny, der Auftragsübergabe an 007 durch „M“ (leider muss Bond hier noch ohne die Hilfe von „Q“ auskommen), über den Opfertod des freundlichen Einheimischen und das geheime Versteck des Oberbösewichts, brillant von Joseph Wiseman dargestellt.

Obwohl es keinen Titelsong gibt, erklingt bereits im Vorspann das berühmte Bond-Thema. Und wer würde je vergessen, wie die kurvenreiche Ursula Andress einer Venus gleich aus dem Meer steigt?

Mit DR. NO wurde eines der erfolgreichsten Kapitel der Kinogeschichte begonnen, das bis heute anhält, obwohl es oft totgesagt wurde. Sean Connerys Beitrag ist dabei nicht zu unterschätzen.

07/10

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