Dienstag, 11. Mai 2010

Feuerball (1965)

Nach dem Riesenerfolg von „Goldfinger“ sollte das vierte Bond-Abenteuer alle Erwartungen übertreffen. Mehr Action, mehr Frauen, mehr Fights, mehr Gimmicks, mehr, mehr, mehr. Das Vorhaben ging auf, und FEUERBALL (Thunderball) brach erneut sämtliche Kassenrekorde, doch die Jagd nach mehr hat nicht unbedingt einen besseren Film erzeugt.
Zwar bietet FEUERBALL spektakuläre Sequenzen, ist aber insgesamt zu lang geraten und enttäuscht durch nur mittelmäßige Special Effects und einige uninteressante Figuren.

Worum geht es? Mit zwei gestohlenen Atombomben erpresst die Organisation „SPECTRE“ 100 Millionen Pfund von der britischen Regierung. Bond soll die Bomben sicherstellen und reist auf die Bahamas… was nur bedingt spannend ist.

Die Schauplätze sind wie üblich mehr als nur sehenswert, und der finale Unterwasser-Kamp zwischen der Taucher-Armee des Oberbösewichts Largo (Adolfo Celi) und den US-Froschmännern ist gleichzeitig fantastisch inszeniert und vollkommen übertrieben.

Weitere Highlights: Luciana Paluzzi als durchgeknallte Fiona, die mörderische rechte Hand von Largo, Claudine Augers stylischer Bikini (sie selbst hingegen bleibt eher farblos, was auch für Adolfo Celi gilt), John Barrys Musik, ein fantastischer Vorspann und der schmetterne Titelsong, dargeboten von Tom Jones.

In der Pre-Title-Serquenz darf sich Connery/Bond mit einer trauernden Witwe herumprügeln, die sich als Mann entpuppt. Die darauf folgenden Sequenzen im Sanatorium, wo Bond zum ersten Mal auf den Plot aufmerksam wird, sind dagegen sämtlich unspektakulär ausgefallen und treten auf der Stelle. Auch Connery wirkt etwas müde, nur gelegentlich blitzen Charme und Witz auf. Sein Toupet sitzt auch nicht gerade erstklassig, und die Szene, in der er einen Hai abschießt, um andere Haie abzulenken, ist aus Sicht aller Tierfreunde unentschuldbar.

FEUERBALL hält zwar, was der Titel verspricht und bietet jede Menge Schauwerte, aber die Bezeichnung „zuviel des Guten“ existiert nicht ohne Grund. Hier trifft sie zweifellos zu - aber lange nicht so heftig wie im nächsten Bond-Abenteuer…

07/10

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