Mittwoch, 28. April 2010

Die Nacht der lebenden Toten (1968)

Bruder und Schwester besuchen einen Friedhof, stoßen dort auf einen lebenden Toten, Brüderchen stirbt, und Schwesterlein flieht in ein abgelegenes Farmerhaus, wo sich bereits andere Personen verschanzt haben, während draußen eine Armee der Untoten näher rückt...

Zu diesem Film muss nicht mehr viel gesagt werden. George A. Romero hat mit seiner düsteren Parabel 1968 einen Meilenstein der Filmgeschichte geschaffen, der mit nur wenigen Sets und Darstellern sowie einfachsten Mitteln und seiner fast expressionistischen Kameraführung ein bedrückendes, spannendes und unter die Haut gehendes Schreckens-Szenario entwirft.

NIGHT OF THE LIVING DEAD begründete das sogenannte Mitternachtskino und brach mit gängigen Filmregeln. Geradezu revolutionär ist Romeros Figurenzeichnung, in der ein schwarzer Held der interessanteste, intelligenteste und menschlichste Charakter sein darf. Das zynische Ende krönt einen Film, der trotz seines Alters weiterhin nichts für schwache Nerven ist. Wer einen billigen Horror-Schocker erwartet, dürfte überrascht sein, wie viele Subtexte, Lesarten und Beleuchtung amerikanischer Traumata er anbietet.

"Sie kommen, um dich zu holen, Barbara!" ist in die Filmgeschichte eingegangen.

10/10

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