Mittwoch, 28. April 2010

Die Horror-Party (1986)

In Fred Waltons DIE HORROR-PARTY imitiert Komponist Charles Bernstein fröhlich seinen eigenen Score aus "A Nightmare on Elm Street", und der ist auch das mit Abstand Beste an diesem Film, der erfolglos versucht, im Fahrwasser der Slasher-Welle mitzuschwimmen und ordentlich baden geht.

Worum geht es, und wer will es wissen? Ein paar dumme Teenager verbringen das Wochenende auf einer idyllischen Insel, alle sind zu einer Party von Mitschülerin Muffy oder Fluffy, oder wie immer sie heißen mag, eingeladen. Bald schon liegen gruselige Puppen herum, die Teenies werden mit Sünden der Vergangenheit konfrontiert und dahingemeuchelt - oder doch nicht?

Nun, der Originaltitel "April Fool's Day" könnte einen Hinweis auf die überraschende Auflösung liefern, die am Ende aus der Kiste springt. Was haben wir gelacht, es war alles nur ein Scherz! Keiner ist tot, Fluffy oder Muffy wollte lediglich mal testen, ob sie das Haus nicht als Hotel mit Mörderspiel für Abenteuer-Reisende nutzen kann.

Da drängen sich natürlich mehrere Fragen auf, welche diese dümmliche Idee noch absurder werden lassen - wo verbringen die "Toten" den Rest der Zeit, während die "Überlebenden" um ihr Leben fürchten? Wann und wie werden sie eingeweiht? Wie soll das mit echten Gästen funktionieren - müssen die dann ihren Urlaub im Wald verbringen, wenn sie zufällig als erste "ermordet" werden? Was sollen die ausgegrabenen Jugendsünden wie Abtreibung, Fahrerflucht, etc.? Sollen sich Gäste darüber freuen? Oh wie nett, Schatz, schau mal, der Hotelbesitzer weiß von dem Mord, den wir begangen haben, hier steigen wir öfter ab! (??)

Regisseur Fred Walton hat schon feine Psycho-Thriller und Horrorfilme gedreht, aber hier ist ihm kein Ruhmesblatt gelungen. Er folgt blind den ausgetrampelten Pfaden eines "Freitag der 13.", nur ohne dessen Blutgehalt, der ja nicht geht, weil keiner der Morde echt ist. Ganz schlecht ist DIE HORROR-PARTY nicht, das Tempo stimmt, die Darsteller sind nett anzuschauen und spielen o.k., das Cinemascope-Format sorgt für ein paar stimmungsvolle Bilder. Das war's dann aber auch schon. Wie gesagt, Bernsteins Musik ist am besten.

Wer jetzt sauer ist, weil ich die Pointe verraten habe, dem kann ich folgendes sagen: die macht den Film nicht wirklich besser, und der wahre Witz des Ganzen ist die Tatsache, dass ausgerechnet von diesem Heuler 2008 ein Remake gedreht wurde, das NOCH SCHLECHTER ist als das Original.

03/10

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