Mittwoch, 28. April 2010

Ab in die Ewigkeit (1981)

Hier haben wir es mit einem typischen Vertreter der 80er-Slasher-Welle zu tun. AB IN DIE EWIGKEIT (was für ein schöner Titel) bietet neben einigen pikanten Mordszenen (u.a. per Kebab-Spieß) "Unsere kleine Farm"-Darstellerin Melissa Sue Anderson in einer gar nicht so lieben Rolle als Studentin, deren Kommilitonen der Reihe nach einem maskierten Killer zum Opfer fallen.

Neben Anderson spielt das in die Jahre gekommene, aber immer noch überzeugende Hollywood-Schwergewicht Glenn Ford eine wichtige Rolle, und als Andersons Vater ist "Scanners"-Darsteller Lawrence Dane zu sehen.

Der Plot ist hierbei nebensächlich. Regie-Veteran J. Lee Thompson (Ein Köder für die Bestie) kümmert sich mehr um die einzelnen Set-Pieces, die allesamt gelungen sind. Dazwischen herrscht allerdings auch Leerlauf, weil die Erzählung immer wieder in obskure Nebenhandlungen abgleitet, die eher für Konfusion und Langeweile sorgen.

Wirklich sehenswert wird AB IN DIE EWIGKEIT gegen Ende, wenn das Drehbuch plötzlich die irrsten Purzelbäume schlägt und vier bis sechs überraschende Wendungen auffährt (ich habe nicht mitgezählt), welche ungläubiges Staunen auslösen sollen, den Film aber endgültig zum Trash verdammen. Bis dahin aber kann man sich einigermaßen gut mit dieser Geburtstags-Schlachtplatte amüsieren. Und man sieht, was aus Kindern wird, zu deren Geburtstagspartys keiner kommt...

Die deutsche DVD des Slasher-Kultfilms bietet (neben einem schrecklichen Cover) den Film in ungekürzter Länge und - zumindest in der deutschen Fassung - mit dem stimmungsvollen Original-Soundtrack von Lance Rubin! Aus rechtlichen Gründen ist die Originalversion hier und weltweit mit einem neuen, furchtbaren Score ausgestattet.

07/10

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