Dienstag, 16. Februar 2010

Zimmer 13 (1964)

"Zimmer 13" gehört zu den unbekanntesten Wallace-Filmen, was nicht ganz gerecht scheint, da er spannungsmäßig Klassikern der Reihe wie dem "schwarzen Abt" deutlich überlegen ist.

Hier entsteht die Spannung nicht durch unheimliche Schlösser und maskierte Killer, sondern "Zimmer 13" beschreibt den minutiös geplanten und durchgeführten Überfall auf einen Postzug. Nebenbei mordet noch ein Unbekannter mit einem Rasiermesser, was dem Film seinerzeit eine FSK 18-Einstufung beschert hat, diese Morde sind nämlich nicht ohne und ganz klar Hitchcocks "Psycho" zu verdanken, auf dessen Erfolg man kurz noch aufspringen wollte (wenn auch sehr spät, aber das ist ja typisch für eine deutsche Produktion). Auch die Auflösung des Rasiermesser-Falls ist aus besagtem Horror-Klassiker übernommen (ein Kindheits-Trauma, hier sehr naiv benutzt).

"Zimmer 13"ist auch der einzige Wallace-Film, der nur ein halbes Happy End anbieten kann - mehr soll hier nicht verraten werden - und hebt sich schon dadurch vom Rest der Streifen ab. Eddi Arent spielt hier einen seiner witzigsten Parts, einen durchgeknallten Forensiker, der mit Schaufensterpuppen spricht.

07/10

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