Dienstag, 16. Februar 2010

Zeugin der Anklage (1957)

Billy Wilders "Zeugin der Anklage" ist ein Film, den man immer und immer wieder sehen kann, weswegen er auch in jede DVD-Sammlung gehört.
Der Grund dafür ist schlicht der, dass bei diesem Klassiker alle Beteiligten, vor und hinter der Kamera, großartige Arbeit geleistet haben. Hier stimmt einfach alles. Schon die Vorlage von Agatha Christie war eines ihrer besten Werke, die Drehbuchbearbeitung sprüht vor Witz und Spannung in perfekter Kombination, wie sie sonst nur Hitchcock gelungen ist, dem der Film irrtümlicherweise oft zugeschrieben wird (dabei hat der Meister des Thrillers sich nie für Whodunits - der "Zeugin der Anklage definitiv ist - interessiert).

Billy Wilder, der in jedem Genre zuhause war, inszeniert straff, temporeich, ironisch und treibt seine Darsteller zu Höchstleistungen. Unvergessen Charles Laughton als knurriger Anwalt des undurchsichtigen Tyrone Power, unvergessen natürlich die legendäre Marlene Dietrich als Tyrone Powers' Gattin aus der Hölle, aber ebenso unvergessen auch Elsa Lanchester ("Sie haben Ihren Cognac vergessen!") als Laughtons Krankenschwester, Henry Daniell oder die schwerhörige Zeugin Una O'Connor.

"Zeugin der Anklage" gehört zu den ewigen Hollywood-Klassikern. Wenn ich nicht weiß, welchen Film ich gerade ansehen soll, greife ich meistens zu "Zeugin der Anklage". Das ist das größte Kompliment, das ich einem Film machen kann. Hundertmal gesehen, immer wieder großartig!

10/10

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...