Dienstag, 16. Februar 2010

Unheimliche Begegnung (1983)

Dieser unbekannte, kleine kanadische Film von 1983 ist ein echter Geheimtipp unter der Horror-Massenware. UNHEIMLICHE BEGEGNUNG (Of Unknown Origin) erzählt die Geschichte eines Workaholics ("RoboCop" Peter Weller), der im Dauerclinch mit einer häuslichen Ratte liegt, die immer bösartigere und monströse Züge annimmt...

Was in der Zusammenfassung relativ albern klingt, entwickelt sich nach langsamem Beginn zu einem atemlosen Psychotrip, der unseren Helden nach und nach an den Rand des Wahnsinns bringt. Gemeint war UNHEIMLICHE BEGEGNUNG als Allegorie auf das Stressverhalten des modernen Berufsmenschen (des in den 80ern typischen Yuppies), ist dabei von unheimlicher Spannung und verschlagenem Witz. Regisseur Cosmatos, der mit Peter Weller auch weitere Filme inszenierte, ist ein kleines Juwel gelungen.

08/10

Kommentare:

  1. So, Film besorgt und angeschaut. Ist schon ein Geheimtipp und lässt sich gut an, aber schwächelt arg im 2. Teil, wo alles immer unnachvollziehbarer wird. Nun ist "Tierhorror" sicher nie ganz nachvollziehbar, aber Peter Weller stellt sich streckenweise ganz schön dämlich an ;) - trotzdem gute Unterhaltung ist bei dem Streifen garantiert!
    PS: Ich hatte allerdings nach allen Beschreibungen zum Film eine richtige Riesenratte erwartet. Nun ja. Wenigstens war sie sehr gut dargestellt.

    AntwortenLöschen
  2. Freut mich, dass er Dir zumindest teilweise gefallen hat. Ich mag die Art, wie Weller immer besessener wird und liebe die Szene, wenn er bei der vornehmen Dinnerparty nicht aufhören kann, von Ratten zu sprechen, bis allen der Appetit vergangen ist. LG!

    AntwortenLöschen
  3. Ja, die Szene ist auch echt gut! Ich mag den Spruch des Hausmeister: "Weißt Du, was Dein Problem ist? Du denkst nur 20% Deines Tages an die Ratte, während sich die Ratte zu 100% darauf konzentriert, Dir das Leben zur Hölle zu machen." o.s.ä.
    Den Spruch kann man gut abgewandelt auch nett im Alltag unterbringen. :P

    AntwortenLöschen
  4. Gestern auf Video "Willard" gesehen (von 1971) --> meine wärmste Empfehlung an Dich! Tierhorror mit etwas mehr Ratten und unglaublich gut umgesetzt. Starke Botschaft, wenn auch wenig Horror, aber der Film hat viele andere Stärken und Höhepunkte. Außerdem spielt Elsa "Bride of Frankenstein" Lancaster und Ernest Borgnine mit - beide leider etwas zu überzeichnet für meinen Geschmack, aber das tut der Güte des Films keinen Abbruch. Wenn Du ihn noch nicht kennst, dann unbedingt gucken. Derzeit sind allerdings die DVDs, die man kaufen kann, defekt (da ist nichts drauf, Fehlcharge). Deshalb am besten auf Video beschaffen. Gegen "Willard" verblasst die "Unheimliche Begegnung" bei mir dann doch...

    AntwortenLöschen
  5. Da hast Du recht, der ist besser als die 'Begegnung' (wobei man sie auch nicht so ganz vergleichen kann, da die 'Begegnung' doch eher fantastischer Natur ist, während 'Willard' ja sehr realistisch - und putzig - bleibt). Ich warte schon ewig, dass der mal auf einer guten DVD erscheint. LG!

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...