Sonntag, 14. Februar 2010

Totentanz der Vampire (1971)

Vier makabere Geschichten, die sich in einem alten Landhaus abspielen, dem "House that Dripped Blood" (so der Originaltitel), erzählt TOTENTANZ DER VAMPIRE aus dem Jahr 1970.
Mit Vampiren hat allerdings nur die letzte Geschichte zu tun, Totentänze kommen leider gar nicht vor, dafür erzeugt Regisseur Duffel allerdings eine perfekte Grusel-Atmosphäre und spielt geschickt mit überraschenden Wendungen. Timing und Spannung stimmen durchgehend, so dass zu keiner Zeit Langweile aufkommt.

Das Beste aber ist die köstliche Besetzung, eine Ansammlung von Horror-Stars, angefangen von Christopher Lee (als Opfer seiner grausamen Tochter, die ihre Voodoo-Puppen malträtiert, weswegen Herr Lee doch einige Schmerzen verspürt) über Peter Cushing (der sich von einer Wachsfigur magisch angezogen fühlt) bis zur sexy Horror-Ikone Ingrid Pitt als Kollegin eines Vampirdarstellers (Jon Pertwee), der nach Kauf eines geheimnisvollen Blutsauger-Umhangs unvermutet echte vampirische Eigenschaften entwickelt. In der ersten Episode spielt Denholm Elliott einen Schriftsteller, der von einer schaurigen Gestalt in den Wahnsinn getrieben wird, welche er selbst ersponnen hat - oder steckt gar seine fremdgehende Ehefrau dahinter?

Ausgedacht hat sich die Geschichten "Psycho"-Autor Robert Bloch. Von den Filmen der britischen "Amicus"-Produktion ist dieser Film neben "Asylum" für mich der Beste, ungemein unterhaltsam und spannend, und für Fans von Episoden-Filmen (oder "Omnibus"-Filmen) eine echte Entdeckung.

08/10

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...