Dienstag, 23. Februar 2010

Tigerland (2001)

TIGERLAND aus dem Jahr 2001 war der Versuch von Star-Regisseur Joel Schumacher, einen kleinen, persönlichen Film ohne Hollywood-Schnickschnack zu produzieren. Das ist ihm nur teilweise gelungen. Zwar hat der Film einen interessanten, authentischen Look aufgrund der kostengünstigen Produktionsweise (viel Handkamera, wenig Licht, kein Make-Up), die Story an sich kann aber nicht ganz überzeugen, zumal sie stets an den weitaus besseren "Full Metal Jacket" erinnert.

TIGERLAND spielt zur Zeit des Vietnam-Krieges in einem simulierten Vietnam-Camp, wo die jungen Soldaten unter "Echt"-Bedingungen den baldigen Einsatz proben. Der junge Rekrut Bozz (Colin Farrell) verweigert sich dem harten Drill und den vielen psychologischen Demütigungen der Vorgesetzten und wartet auf eine Möglichkeit zur Flucht. Doch es kommt alles anders als geplant...

Es gibt nicht wirklich viele Szenen, die man nicht schon so oder anders in thematisch ähnlichen Filmen gesehen hätte, doch die Darsteller - viele davon erstmalig vor der Kamera - liefern hervorragende Leistungen ab, allen voran Colin Farrell, der hier von Schumacher entdeckt wurde und seine erste große Hauptrolle spielt. TIGERLAND konzentriert sich dabei wohltuend auf die zwischenmenschlichen Konflikte und verzichtet völlig auf effekthascherische Kriegseinsätze, Action oder Special Effects. Auch Pathos ist hier glücklicherweise nicht zu finden. Insgesamt ist TIGERLAND unterhaltsam und durchaus spannend, erreicht aber nicht die Intensität, die wahrscheinlich beabsichtigt war.

06/10

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