Dienstag, 16. Februar 2010

Tanz der Totenköpfe (1973)

TANZ DER TOTENKÖPFE ist eine Variation des berühmten Geisterfilm-Klassikers "The Haunting" von Robert Wise (nach dem Roman von Shirley Jackson). Zwar erreicht er nicht dessen Klasse und Virtuosität, kann aber trotzdem sehr gut unterhalten und die eine oder andere Gänsehaut bescheren. Auch hier versammelt sich eine Gruppe Wissenschaftler in einem offiziellen "Spukhaus", um die Wurzel des Übels zu finden. Der Film besticht durch seine guten Darsteller und eine durchgehend spannende, düstere und unheimliche Atmosphäre, die besonders durch den experimentellen Soundtrack verstärkt wird.

Regisseur Hough schafft es immer wieder, durch originelle Kamerapositionen und suggestives Licht, echten Horror zu erzeugen. Tatsächlich ist dies einer der wenigen moderneren Horrorfilme, die mehr Wert auf leisen Schauer als laute Effekte legen, und das funktioniert heute so gut wie damals. Lediglich das Finale enttäuscht ein wenig - zu sehr an den Haaren herbeigezogen und im Grunde belanglos ist die "Lösung" all der schauderhaften Vorgänge in Hell House. Aber das tut dem vergnügen keinen Abbruch. Hauptdarstellerin Pamela Franklin übrigens war Jahre zuvor eines der besessenen Kinder im Horror-Meisterwerk "Schloss des Schreckens". TANZ DER TOTENKÖPFE ist jedem Horror-Fan zu empfehlen, der noch nicht verlernt hat, sich wohlig zu gruseln, auch ohne Dolby Digital 5.1.

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