Dienstag, 16. Februar 2010

Swimming Pool (2003)

Eine britische Schriftstellerin fährt nach Frankreich in das Haus ihres Verlegers, um dort in Ruhe an einem Buch zu arbeiten. Unerwartet taucht dort dessen Tochter auf, die nicht nur laute Musik hört, sondern jeden Abend mit einem anderen Mann verbringt. An Arbeit ist da kaum zu denken, ganz besonders nicht, als das Töchterlein aus Eifersucht einen ihrer Liebhaber tötet...

Die großartige Charlotte Rampling zeigt in SWIMMING POOL (Swimming Pool) die sensationelle Darstellung einer verhärmten Schriftstellerin, die langsam aufblüht. Dabei beweist sie auch keine Scheu vor Nacktheit (da kann man über den Aufruhr, den Diane Keatons Sekundenbruchteil von Nacktszene in "Was das Herz begehrt" verursacht hat, nur lachen) und trägt mühelos den ganzen Film auch ohne viel Dialog.
An ihrer Seite spielt Ludivine Sagnier eine wunderbar entzückende Schlampe. Wie die beiden Frauen langsam Zutrauen zueinader finden, sich wie Katz und Maus umschleichen und schließlich Komplizinnen in einem Mord werden, das hat allerbeste Chabrol-Qualität.

Die sommerliche Stimmung von "Swimming Pool" wird von Francois Ozon brillant eingefangen - man hat fast das Gefühl, selbst am Ort des Geschehens zu sein. Und auch wenn die Geschichte nicht gerade wahnsinnig spannend ist, bleibt sie bis zum Schluss interessant und fesselnd. Die einzige Frage bleibt, warum trotz eines offen schwulen Regisseurs alle Männer im Film so dermaßen unattraktiv daherkommen - aber das nur am Rande.

10/10

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