Dienstag, 16. Februar 2010

Solange ein Herz schlägt (1948)

"Solange ein Herz schlägt - Mildred Pierce" gehört zu den besten und beliebtesten Hollywood-Filmen der 40er Jahre und zeigt Joan Crawford auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. Tatsächlich ging es mit ihrer Karriere schon bergab, und sie musste um die Rolle kämpfen. Für die Darstellung der Mildred Pierce erhielt sie dann einen (verdienten) Oscar, der Film wurde ein enormer Hit, und Crawfords Karriere wurde neu belebt.

Die Story: Die von ihrem Mann getrennt lebende Mildred Pierce arbeitet hart, um ihrer verwöhnten Tochter Veda den Lebensstil zu bieten, den diese sich wünscht. Dafür schuftet sie und heiratet sogar den falschen Mann. Als dann noch ein Mord passiert, scheint Mildred sich endgültig zu opfern...

Man sollte sich von der Inhaltsangabe nicht täuschen lassen. "Mildred Pierce" ist keine Frauen-Schmonzette, sondern ein knochenhartes Krimi-Melodram im Stil des Film Noir. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von James M. Cain, der schon den Klassiker "The Postman Always Rings Twice" schrieb, und die Filmdialoge sind von der ihm typischen Lakonie. Der Film ist von Michael Curtiz straff und spannend erzählt, er vermeidet dabei (fast) jeden Kitsch, und die Darsteller liefern Höchstleistungen ab. Ann Blyth als verzogenes Töchterlein ist so gut, dass man sie jede Sekunde hasst, und Eve Arden sorgt in einer Nebenrolle für viel zynischen Humor. Aber letztendlich ist dies Crawfords Film. Keiner leidet und schlägt sich so schön durchs Leben wie Joan Crawford. "Mildred Pierce" zeigt die Hollywood-Legende in ihrer vielleicht besten Rolle, die ihr damaliges Leinwand-Image am deutlichsten definiert. Neben "Die Frauen", "Possessed" und dem späteren "Baby Jane" ist dies ihr bester Film und ein Muss für alle Fans.

9.5/10

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