Montag, 15. Februar 2010

Schwarzer Engel (1946)

SCHWARZER ENGEL (The Black Angel) aus dem Jahr 1946 ist ein völlig zu Unrecht fast in Vergessenheit geratenes Werk aus Hollywoods "Schwarzer Serie". Für Freunde des Film Noir ist er aber jederzeit eine Neuentdeckung Wert.

Eine ermordete Erpresserin, ein unschuldig zum Tode Verurteilter und ein Paar (die Ehefrau des Verurteilten und der Ehemann der Ermordeten, eine wirklich originelle Paarung) auf der Suche nach dem wahren Mörder sind die Zutaten dieses Krimi-Dramas, das den Zuschauer bis zum Schluss rätseln lässt, wer besagten Mord wirklich begangen hat. Die Auflösung dürfte sehr überraschen, sie geht einher mit einer fantastischen Alptraum/Rückblenden-Montage.

Regisseur Roy William Neill (bekannt als Regisseur einiger Sherlock-Holmes-Filme wie "Haus des Schreckens" und "Frau in Grün") inszeniert nach einem Roman von Cornell Woolrich mit viel Noir-Atmosphäre und interessanter Bildkomposition. Die Darsteller agieren hervorragend, insbesondere Dan Duryea als schwächlicher, leicht alkoholisierter Musiker und June Vincent als hingebungsvolle Ehefrau und Antriebskraft der Mördersuche. In Nebenrollen glänzen Gangsterfilm-Ikone Broderick Crawford und der wie immer wunderbar mysteriöse Peter Lorre als Nachtclubbesitzer und möglicher Mörder.

SCHWARZER ENGEL ist zwar kein Meilenstein des Film Noir, aber beste altmodische Unterhaltung mit ausgezeichneten Darstellern. Und bei seinen knapp 80 Minuten Lauflänge kommt keine Langeweile auf.

07/10

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