Mittwoch, 17. Februar 2010

Passengers (2008)

Die junge Psychologin Claire (Anne Hathaway) kümmert sich um die Überlebenden einer Flugzeugkatastrophe. Als diese jedoch der Reihe nach spurlos verschwinden, kommt sie scheinbar einer Verschwörung der Fluggesellschaft auf die Spur. Oder ist am Ende doch alles ganz anders? ...

PASSENGERS aus dem Jahr 2008 bemüht sich, eine Mystery-Atmosphäre aufzubauen und dann im Finale mit einer überraschenden Wendung, die alles zuvor Gesehene in neues Licht rückt, an die besseren Werke M. Night Shyamalans anzuknüpfen (bzw. diese simpel zu kopieren), was bis zur (gut) geklonten Musik Edward Shearmurs reicht, die überdeutlich an James Newton Howard erinnert. Lange kann sich Regisseur Rodrigo Garcia nicht entscheiden, was PASSENGERS genau sein soll, die Handlung plätschert ereignislos dahin, wirkliche Spannung wird nicht aufgebaut, die Liebesgeschichte zwischen Hathaway und Patrick Wilson verläuft wie in einer Romantic Comedy.
Es ist schwierig, etwas Genaues über den Film zu sagen, ohne die schlussendliche Pointe zu verraten, ich möchte nur anmerken, dass diese durchaus überraschend kommt und zunächst einen Sinn ergibt, wenn man aber nur 5 Minuten darüber nachdenkt, wirft sie hundert Fragen auf, die der Film niemals beantworten kann und ist im Grunde alberner Kitsch. PASSENGERS gehört in eine Reihe mit dem Kidman-Drama "Birth". Wer diesen mochte, wird auch an PASSENGERS Gefallen finden. Mit Mystery hat das alles nicht viel zu tun, mehr mit Esoterik.

Anne Hathaway hat schon gute Darstellungen gezeigt, hier hat sie mich als Psychologin nicht überzeugt. Ihre anfängliche Unsicherheit und Nervosität sind so übertrieben, dass sie regelrecht nervt, in der zweiten Hälfte ist sie besser. Der attraktive Patrick Wilson spielt gewohnt solide, entfacht aber auch keine Begeisterungsstürme. Die Chemie zwischen beiden stimmt. In einer Nebenrolle wird die großartige Dianne Wiest als ewig lächelnde und skurrile Nachbarin verschenkt, ich habe mich trotzdem über ein Wiedersehen gefreut.

PASSENGERS war in den USA ein finanzieller Flop, in Deutschland kam er erst gar nicht ins Kino, was man verstehen kann. Irgendwie hat man das Gefühl, alles schon mal viel besser gesehen zu haben, und ein Teenie-Horror wie "Final Destination" geht mit der gleichen Prämisse origineller um, was schon etwas peinlich ist, da PASSENGERS sehr viel reifer sein möchte.

02/10

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