Mittwoch, 17. Februar 2010

Masquerade (1988)

Als MASQUERADE 1988 das Licht der Kinowelt erblickte (und schnell wieder von dort verschwand), wurde viel mit dem Wort "Hitchcock" um sich geworfen, dabei kann dieser erotische Thriller mit dem Meister nicht einmal ansatzweise konkurrieren. Das soll aber nicht heißen, dass MASQUERADE keinen Spaß macht, im Gegenteil.

Die Story: in der Welt der Schönen, Reichen und Skrupellosen verliebt sich Millionenerbin Meg Tilly in den mittellosen Segel-Fan und Gigolo Rob Lowe. Ein Mord aus Notwehr und ein heimtückischer Plan aber ändern plötzlich alles, und die arme Meg muss sich fragen, wem sie überhaupt noch trauen kann. Dabei ist ihr Tod schon beschlossene Sache - aber von wem? ...

Mehr soll nicht verraten werden, denn der Film lebt von den überraschenden Wendungen, die sich nach der Hälfte der Laufzeit gewaltig türmen und zwar keine Sekunde glaubwürdig, aber extrem unterhaltsam sind. Sogar der eifrigste Thriller-Experte kann kaum die Kapriolen dieses B-Film-Juwels vorhersagen, in dem keine Figur das ist, was sie zu sein scheint und (fast) alle ein doppeltes Spiel treiben.

Um das Ganze noch mehr aufzumotzen, baut Regisseur Bob Swaim haufenweise Bettszenen ein, um die körperlichen Vorzüge seiner sehr attraktiven Besetzung zu nutzen. Kim Cattrall (bekannt als Samatha aus "Sex and the City") darf häufig splitternackt durchs Bild hüpfen und die schamlose Geliebte von Lowe geben. Äußerst lobenswert ist dabei die Tatsache, dass in MASQUERADE nicht nur die Frauen als Sexobjekte herhalten müssen, sondern die Männer ebenfalls. Lowe und sein Gegenspieler Doug Savant dürfen ebenso viel nackte Haut zeigen wie die Damen.

Der Film transportiert dazu eine hübsche sommerlich-maritime Stimmung (der Film spielt zu großen Teilen an Strand und Meer) und wird getragen von einem wundervollen John Barry-Score. MASQUERADE versucht nie, mehr zu sein, als er ist, nämlich ein kurzweiliges Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer, spannend, sexy, irgendwie sinnlos, aber sympathisch, dafür hat er meine volle Zustimmung.

08/10

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