Dienstag, 16. Februar 2010

Laurel Canyon (2002)

"Laurel Canyon" gibt sich zwar alle Mühe, jenseits vom üblichen Mainstream zu erscheinen, hat aber letzten Endes doch nichts anderes zu erzählen als ein dünnes Melodram mit ein bisschen Humor und findet für keine seiner Figuren einen befriedigenden Abschluss.

Der Film ist ein wenig Komödie, ein wenig Drama, ein bisschen Schauspielkino, von allem nur ein bisschen, aber von nichts genug, und es entsteht nie der Eindruck, der Film wüsste, wohin er eigentlich will. Die Darsteller sind exzellent, insbesondere Frances McDormand, die von ihnen gespielten Charaktere allerdings unterschiedlich interessant. So ist die sich anbahnende Dreiecksbeziehung zwischen McDormand, Kate Beckinsale und Alessandro Nivola durchaus spannend und sexy (wobei natürlich verklemmt, dies ist ein US-Film), die Romanze zwischen Christian Bale und der wie immer spröden Natasha McElhone bleibt aber unglaublich langweilig und hölzern, der Film kommt jedes Mal zum Stillstand, wenn die beiden zusammen auftauchen. Diese Unausgeglichenheit findet sich überall im Film. Am Ende fällt Autorin/Regisseurin Cholodenko tatsächlich gar nichts mehr ein, die Verwicklungen irgendwie zu lösen und begnügt sich mit einer platten, kitschigen "Du bist mein Sohn und ich liebe dich"-Szene sowie einem Abbruch des Films ("offenes Ende" wäre hier zuviel der Ehre), obwohl sich die Konflikte gerade auf dem Höhepunkt befinden. Schade. "Laurel Canyon" hat die Schauspieler und die Story für ein intelligentes Beziehungsdrama, er ist durchaus unterhaltsam, aber in zu vieler Hinsicht unbefriedigend und banal.

05/10

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...