Dienstag, 16. Februar 2010

Laura (1944)

"Laura" gehört ganz oben auf die Liste der unsterblichen Hollywood-Klassiker und hat diesen Platz auch absolut verdient. Otto Preminger hat mit diesem doch überraschend kleinen, schlichten Film eines der ganz großen Meisterwerke des Film Noir geschaffen, das noch heute seinen Einfluss ausübt und immer wieder kopiert wird.

Die Story: Die junge Laura wird ermordet aufgefunden. Ein desillusionierter Detective (großartig: Dana Andrews) macht sich auf die Suche nach dem Mörder, und je mehr er über Laura erfährt, desto mehr verliebt er sich in sie. Aber ist Laura wirklich tot?

Die Handlung von "Laura" ist denkbar einfach, sogar die Frage nach dem Täter kann der aufmerksame Zuschauer schnell beantworten, doch darum geht es nicht in diesem Drama um Liebe, Besessenheit, Besitztum und Abhängigkeit. Jeder der Männer, die mit Laura zu tun hatte, wollte sie ganz für sich haben und sie kontrollieren. Nur Andrews liebt sie für das, was sie ist - ein Geist, eine wunderschöne Erscheinung, eine Versprechung. Regisseur Preminger unterspielt die romantischen Elemente der Story und hält den Film immer spannend und straff. Dana Andrews ist als Ermittler unglaublich cool, Gene Tierney spielt als geheimnisvolle Laura die Rolle ihres Lebens. Der Titelsong wurde zu einem Welterfolg. In Deutschland entstand in den 70ern eine TV-Version mit Hildegard Knef als Laura, der Burt Reynolds-Thriller "Sharky und seine Profis" benutzt ebenfalls die Grundgeschichte des Klassikers.

10/10

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