Montag, 15. Februar 2010

Hypno (1962)

NIGHT OF THE EAGLE (oder HYPNO, wie er hierzulande heißt) gehört zu den besten britischen Schwarz/Weiß-Horrorfilmen, ist aber leider über seinen Kultstatus nie hinausgekommen.

Der Film erzählt die Geschichte des Universitäts-Professors Taylor (Peter Wyngarde, später berühmt geworden durch die Serien DEPARTMENT S und JASON KING), dessen Ehefrau Tansy (Janet Blair) heimlich schwarze Magie anwendet, um ihrem Mann zu Erfolg und Glück zu verhelfen. Als sie auf Drängen ihres Mannes den Zauber einstellt, der das Ganze für Humbug hält, bricht plötzlich das Unglück über die Familie herein...

Voodoo, Hexerei und schwarze Magie sind die Zutaten dieses Klassikers, der straffer, spannender und aufregender erzählt ist als so manch aktueller Horrorfilm. Die Darsteller sind ausgezeichnet, ganz besonders das Verhältnis zwischen Wyngarde und Blair ist beeindruckend. Hier wird eine Ehe geschildert, in der sich beide lieben und jeder für den anderen sterben würde, ohne Sarkasmus oder falsche Emotionalität. In einer Nebenrolle brilliert Margaret Johnston als diabolische Intrigantin, die ganz eigene Zauberkräfte besitzt und im aufregenden Finale einen steinernen Adler zum Leben erweckt, der Jagd auf den Professor macht. Eine unvergessliche Sequenz, die mir als Kind schlaflose Nächte bereitet hat.

NIGHT OF THE EAGLE (der auch unter dem Titel BURN, WITCH, BURN bekannt ist) überzeugt auch heute noch, weil sich Regisseur Sidney Hayers und seine Drehbuchautoren wirklich bemühen, ein Thema intelligent zu präsentieren, und zwar den Kampf des modernen Rationalisten mit unbekannten Mächten, die er für Aberglaube hält und eines Besseren belehrt wird. In seiner ersten Szene schreibt er den Satz "I Do NOT Believe" an die Tafel. Gegen Ende des Films steht er schreckerstarrt vor derselben Tafel und verdeckt dabei wie zufällig das Wörtchen "NOT".

8.5/10

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