Sonntag, 14. Februar 2010

Haus des Grauens - Paranoiac! (1963)

Die Zutaten: ein düsteres Herrenhaus, ein tragischer Todesfall, eine Erbschaft, die angetreten werden muss, ein geheimnisvoller Fremder, der sich als lange verschollenes Familienmitglied ausgibt, Spannung, Psycho-Terror und ein paar gelungene Schocks.

Willkommen in Freddie Francis' HAUS DES GRAUENS!

Die britischen Hammer-Studios versuchten sich seinerzeit neben den klassischen Kostüm-Horror-Stoffen wie Dracula und Frankenstein auch an zeitgenössischen Horror- und Psychothrillern im Stil von Hitchcocks "Psycho" und Clouzots "Die Teuflischen". Der wenig bekannte HAUS DES GRAUENS (Paranoiac) aus dem Jahr 1963 gehört eindeutig zu ihren besseren Produktionen und bietet ein überzeugendes Ensemble, angeführt vom immer beeindruckenden Oliver Reed mit funkelndem Wahnsinn in den Augen, dazu eine angenehm spannende Grusel-Atmosphäre und die inspirierte Regie von Freddie Francis, einem der besten Kameramänner aller Zeiten (er fotografierte den wundervollen Horror-Klassiker "Schloss des Schreckens"), der besonders das Cinemascope-Bild zu komponieren versteht und viel mit Vorder- und Hintergründen spielt.

Ebenso hintergründig ist das Drehbuch, das - wie so oft bei Hammers Psycho-Thrillern - von Jimmy Sangster stammt, dem Meister der überraschenden Wendungen, der auch hier das Publikum immer wieder auf falsche Fährten führt. Bei seinen knapp 80 Minuten Laufzeit kommt keine Langeweile auf. Im Finale wird es dann noch richtig schaurig, so dass einem fröhlichen Gänsehaut-Abend nichts mehr im Wege steht. Schön, dass diese kleinen Klassiker auch hierzulande endlich veröffentlicht werden, demnächst übrigens auch der Beste in der Reihe, Seth Holts "Ein Toter spielt Klavier", den ich dringend empfehle!

09/10

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