Samstag, 13. Februar 2010

Gefahr aus dem Weltall (1953)

Schon in den ersten Minuten, in denen der Absturz eines Raumschiffes in der Nähe einer Wüstenkleinstadt tricktechnisch verblüffend und vor allem kurz und bündig dargestellt wird, kann der Klassiker GEFAHR AUS DEM WELTALL (It Came From Outer Space) von 1953 überzeugen.

Solide Darsteller, hervorragende Spezialeffekte und hohes Tempo zeichnen diesen wendungsreichen, durchgehend unterhaltsamen Klassiker aus. Hier sind die Aliens nicht die bösen Invasoren, wie sie früher und später in Filmen wie "Independence Day" als Metapher für alles mögliche, insbesondere kommunistische oder terroristische Bedrohung genutzt wurden, sondern Jack Arnolds Aliens müssen lediglich auf der Erde notlanden. Sie können außerdem die Gestalt der Stadtbewohner annehmen, und bald macht sich Paranoia breit. Tatsächlich aber sind sie der menschlichen Rasse weit überlegen. Die menschenleeren Wüstenstraßen, ein Alien-Monster (in seiner wahren Gestalt) mit Riesenauge sowie die verzerrt gefilmte Perspektive der Außerirdischen sorgen für angenehme Gänsehaut und Hochspannung, selbst wenn man hier und da über den naiven Charme etwas schmunzeln darf.

Sci-Fi-Autor Ray Bradbury, auf dessen Vorlage der Film basiert, hat am Drehbuch mitgearbeitet. GEFAHR AUS DEM WELTALL wurde in 3-D gedreht, weswegen die Charaktere stets hinter Wüstenkakteen und Steinen zu sehen sind. Jack Arnold, der nach wie vor nicht den Status genießt, der ihm zusteht, inszeniert straff und atmosphärisch. Zwar ist GEFAHR nicht sein bester Film (dies dürfte "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C" sein, er drehte u.a. die Klassiker "Tarantula" und "Der Schrecken vom Amazonas"), doch was nostalgische Sci-Fi-Unterhaltung mit ein wenig Tiefgang und durchaus intelligenten Ideen angeht, gehört er zu meinen Favoriten.

09/10

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