Samstag, 13. Februar 2010

Frühstück bei Tiffany (1961)

FRÜHSTÜCK BEI TIFFANY ist ein zeitloser Diamant, neben der unvergleichlich hinreißenden Audrey Hepburn verblassen sämtliche Kollegen, inklusive Hauptdarsteller George Peppard.

Wenn sie in der ersten Filmsequenz früh morgens vor dem Tiffany-Schaufenster steht, geht jedem Filmfreund das Herz auf. Truman Capotes sehr offenherzige Novelle wurde für die Hollywood-Bearbeitung stark weichgespült, der Autor selbst hätte gern Marilyn Monroe in der Rolle der Holly gesehen, aber Blake Edwards konnte schließlich Audrey Hepburn überreden, welche einige Zweifel an der fragwürdigen Moral ihrer Rolle hatte. Nur durch ihr Mitwirken aber konnte der Film mit seiner immer noch freizügigen Moral überhaupt entstehen und ein Massenpublikum erreichen, und Regisseur Edwards ist ein warmherziger, kluger und origineller Filmklassiker mit einigen unsterblichen Momenten (Audrey sucht im Regen nach der entlaufenen Katze, der Song MOON RIVER, und natürlich der Höhepunkt - die Party, auf der Audrey mit ihrer langen Zigarettenspitze den Hut einer Dame entflammt und das Feuer wie nebenbei gelöscht wird, ohne dass es jemand bemerkt) gelungen.

Und natürlich nicht zu vergessen: Henry Mancinis großartige Musik. Ursprünglich sollte die MOON RIVER-Sequenz, die heute so unvergesslich ist, aus dem fertigen Film herausgeschnitten werden, weil die Produzenten nicht verstanden haben, warum Holly plötzlich mit Gitarre auf dem Fensterbrett sitzt und singt. So falsch kann man liegen.

10/10

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