Samstag, 13. Februar 2010

Flashdance (1983)

Hier ist er, der Film, der einer ganzen Generation das zerrissene Sweat-Shirt, Legwarmer und Breakdance näher gebracht hat. Herrliche Zeiten. Erstaunlich, dass "Flashdance" heute noch überzeugt.

Das liegt zum einen an der detailbesessenen Regie von Adrian Lyne, der immer schon mehr Wert auf den Look als auf die darstellerischen Leistungen oder die Story gelegt hat (auch wenn er das vehement im Making Of abstreitet). Das Pittsburgh-Setting (dreckige Stahlarbeiter-Stadt) ist immer noch originell und eine wohltuende Abkehr vom klassischen Musical/Tanzfilm.

Zum anderen liegt das an dem extrem hörbaren Soundtrack, der sich wie verrückt verkauft hat und sogar heute noch genießbar ist. Sind Drehbuch und Charaktere auch relativ seelenlos, der Film lebt durch Look und Musik. Wer eine Zeitreise in die 80er unternehmen will, der sollte sich "Flashdance" oder auch "9 1/2 Wochen" (ebenfalls von Adrian Lyne) anschauen und staunen, was man mit Neon, Rauch und Gegenlicht alles machen kann.

Die Story (junge Schweißerin träumt von der Tanzkarriere und schafft die Aufnahmeprüfung an einer Tanzakademie) ist natürlich absolut albern (allein die Tatsache, dass sie mit ihrer Jazz-Gymnastik zur klassischen Ausbildung zugelassen wird, ist ein Witz), der Humor des Films war und ist grauenhaft frauenfeindlich, die Dialoge flach und banal ("Wenn du deinen Traum aufgibst, stirbst du!"), die absolute Vorhersehbarkeit des Films ist Teil seines Charmes.

09/10

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