Dienstag, 16. Februar 2010

Elefantenpfad (1954)

"Elefantenpfad" hat zwar nicht den Status eines echten Klassikers, aber er hat die Zeit gut überlebt und ist durchaus eine Neuentdeckung Wert.

Die junge und bezaubernde Elizabeth Taylor spielt die naive Engländerin Ruth, die von ihrem Bräutigam und Teeplantagen-Besitzer Peter Finch in seine Heimat Ceylon gebracht wird. Dort lastet der Schatten seines verstorbenen Vaters über dem Besitz, und der sympathische Gatte präsentiert sich plötzlich als jähzornig und machohaft. Eine Cholera-Epidemie, der attraktive Dana Andrews und mehrere Dutzend Elefanten dramatisieren die Geschichte bis zum spektakulären Finale...

Filmkennern werden deutliche Parallelen zu Hitchcocks "Rebecca" auffallen. Nicht nur ist die Grundstory ähnlich (Herrenhaus-Besitzer bringt junge Verlobte mit nach Hause, wo sie sich einleben und gegen Geister aus der Vergangenheit kämpfen muss), auch Details sind übernommen (ein verschlossenes Zimmer im Haus, das flammende Finale). "Elefantenpfad" ist aber keine gotische Schauergeschichte, sondern ein buntes und üppig ausgestattetes Abenteuer-Melodram mit viel Lokalkolorit. Die Besetzung ist dabei exquisit - Taylor ist einfach hinreißend, Peter Finch die Idealbesetzung für einen zwiespältigen Helden, und Dana Andrews als romantischer Love-Interest ist interessant und ungewöhnlich. Andrews gehört zu den meistunterschätzten Schauspielern Hollywoods und wurde oft als einsamer Wolf ("Laura") im Film Noir besetzt, seine Bandbreite reicht aber viel weiter.

"Elefantenpfad" ist schön anzusehen, wird nie wirklich kitschig und bleibt von Beginn bis Ende mit ein paar wenigen Längen spannend - tatsächlich ist die spannendste Frage, mit welchem der männlichen Hauptdarsteller Elizabeth Taylor enden wird. Und die Antwort ist durchaus überraschend.

07/10

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die hoch verdiente Würdigung von Dana Andres. In der Tat überaus schade, daß dieser talentierte Schauspieler heute fast völlig vergessen ist. Ich mag ihn jedenfalls sehr!

    LG, Pia

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  2. Ich liebe Dana Andrews, ganz besonders in "Laura". Toller Kerl.

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