Montag, 15. Februar 2010

Ein Platz an der Sonne (1951)

A PLACE IN THE SUN aus dem Jahr 1951 ist einer der ganz großen Hollywood-Erfolge und Meilensteine des Film-Melodrams. Nicht nur besticht der Klassiker durch das Ensemble von Top-Stars, die zusammen eine unglaubliche Magie heraufbeschwören, es ist auch ein Abgesang auf den amerikanischen Traum und verweigert dem Zuschauer konsequent die Erlösung.

Vom Tellerwäscher zum Millionär, lautet die Erfolgsformel für den jungen George (Montgomery Clift). Vom Fabrikarbeiter bis zur Todezelle führt ihn die Realität. Er möchte alles - das große Geld, die große Liebe (Elizabeth Taylor), das perfekte Glück. Er bekommt das Gegenteil von allem, weil er zu habgierig, zu unmenschlich, zu dumm und zu naiv ist.

In der "heilen Welt" der 50er mutet A PLACE IN THE SUN fast anachronistisch an und wirkt dadurch umso heftiger. Regisseur George Stevens inszeniert mit so sicherer Hand, dass man sogar Mitleid mit einem Mörder haben kann. In den Hauptrollen harmonieren Clift und die umwerfend schöne Elizabeth Taylor so großartig miteinander, dass man schwer zwischen den Darstellern und den Charakteren trennen kann. Für Taylor war dies ihre erste "erwachsene" Rolle, nachdem sie in vielen Filmen meist die Tochter spielen musste. Clift war bereits auf dem Weg zum Star-Ruhm und wurde durch A PLACE IN THE SUN endgültig unsterblich.

Nicht unerwähnt bei aller Lobpreisung der Stars soll bleiben, dass die oft unterschätzte Shelley Winters in ihrer wichtigen Nebenrolle eine absolute Meisterleistung abliefert, gerade wegen ihrer zurückhaltenden Darstellung. Sie setzt das Drama in Gang, das kein Geld der Welt aufhalten kann. A PLACE IN THE SUN erhielt sechs Oscars, verlor aber den für den besten Film an EIN AMERIKANER IN PARIS. Große Gefühle, große Tragödie, großes Kino!

09/10

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