Mittwoch, 17. Februar 2010

Die Frau des Leuchtturmwärters (2004)

"Die Frau des Leuchtturmwärters" ist eine Liebesgeschichte, die als Rückblende in wunderschönen Bildern vor einer grandiosen Kulisse erzählt wird, die jenseits aller Filmklischees liegt und gerade durch die Ruhe, die stillen Momente und den Realismus lebt, also all die Dinge, die man in keiner ähnlichen Hollywood-Produktion finden würde. Dazu bietet der Film auch noch eine politische Ebene, in dem er den Algerien-Konflikt in die Liebesgeschichte und die Figur des Leuchtturmwärters Antoine einbezieht und so die Story noch um eine zusätzliche Ebene bereichert. Sandrine Bonnaire und Philippe Torreton sind ein glaubwürdiges und überzeugendes Liebespaar, das keines sein will und darf (sie ist die Frau seines Vorgesetzten, der nach anfänglicher Ablehnung schnell Freundschaft für Antoine empfindet, was die Beziehungen noch komplizierter und auswegloser macht) sich aber der gegenseitigen Anziehung nicht widersetzen kann. Die Love-Story vermeidet dabei dankenswert jeden Kitsch.

"Die Frau des Leuchtturmwärters" ist ein kleiner Film mit großen Einfällen. Allein die Szenen, in denen Torreton vom Boot aus per Seilzug in den Leuchtturm gehievt wird, während um ihn herum die aufgepeitschte See tobt, sind unglaublich starkes und großes Kino.

08/10

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