Sonntag, 14. Februar 2010

Der Hund von Baskerville (1959)

Kann man einem Film mit den Genre-Ikonen Peter Cushing und Christopher Lee überhaupt widerstehen? Klare Antwort: Nein.

Wenn auch "Dracula" der beste Film der beiden war und bleibt, so ist die Arthur Conan Doyle-Verfilmung DER HUND VON BASKERVILLE aus dem Jahr 1959 ein saftiges Gruselmärchen und zeigt deutlich, warum die Filmadaptionen der britischen "Hammer"-Studios so erfolgreich waren - Liebe fürs Detail, hervorragende Schauspieler und viel Action.

Was möglicherweise ein verstaubter Stoff von gestern sein könnte, bleibt so unter erfahrenen Händen wie denen des Regisseurs Terence Fishers frisch und neu. Wann immer die etwas dialoglastige Story durchzuhängen droht, wird flugs mit aufregender Spannung gegengesteuert. So fällt Dr. Watson spontan ins verschlingende Moor, und eine tödliche Tarantel krabbelt über Christopher Lees Arm. Dass der Film von der Romanvorlage abweicht, fällt dabei kaum ins Gewicht.

Terence Fisher hat den berühmten Stoff einer neuen Generation von Kinogängern zugänglich gemacht. Peter Cushing ist dabei perfekt als Sherlock Holmes, immer souverän, immer etwas von oben herab, immer der Lösung des Rätsels näher als man denkt. Christopher Lee darf einmal nicht der mordende Blutsauger oder Frankensteins Monster sein, sondern das Opfer einer tödlichen Intrige, sehr männlich-distinguiert, leicht arrogant und mit einer fatalen Schwäche für die falsche Frau. Oft übersehen bei so viel Star-Power wird André Morell als Dr. Watson, der nicht für komische Trotteligkeit benutzt wird (wie in anderen Verfilmungen), sondern einen ernsten und vor allem glaubwürdigen Watson spielt.

08/10

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