Dienstag, 16. Februar 2010

The Deep End (2001)

THE DEEP END erzählt von einer Frau (Tilda Swinton, wie immer großartig), die mit ihren Kindern und Großvater an einem abgelegenen See lebt und eines Morgens eine Leiche (Josh Lucas) in eben jenem See verschwinden lässt - weil sie annimmt, ihr homosexueller Sohn (Jonathan Tucker) hätte einen Mord begangen. Doch schon bald taucht ein sehr attraktiver Erpresser (Goran Visnjic) auf, der weiß, was passiert ist, und die Schlinge zieht sich immer mehr um unsere Heldin zu...

Was passiert, wenn der banale Alltag plötzlich von Gewalt und Erpressung aus den Fugen gerät, erzählt THE DEEP END ganz vorzüglich. So hat die von Tilda Swinton gespielte Protagonistin extreme Schwierigkeiten, das verlangte Geld aufzubringen, muss nebenbei ihren herzkranken Schwiegervater ins Krankenhaus bringen und die Kinder zur Schule fahren, während sie kriminelle Geschäfte abwickelt. Zwischen Swinton und "Erpresser" Visnjic knistert es dabei gewaltig, und ganz subtil erzählt der Film auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Ein kleines, feines Thriller-Meisterstück mit Hang zum Psychodrama ist THE DEEP END, ohne Sensationen, fast ohne Action, aber mit guten Dialogen, fantastischen Darstellern und einer intensiven Atmosphäre. Der visuelle Einfallsreichtum (man achte auf die vielen, vielen Anspielungen auf Wasser, Fische und die Farbe Blau im Bild) macht den Gesamteindruck perfekt. Ein Thriller, der auf Stille und Details setzt, sehr ungewöhnlich im heutigen Kino udn deswegen so wundervoll.

10/10

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