Dienstag, 16. Februar 2010

Das schwarze Museum (1959)

Ach nein...
es gibt schon einige gute alte Horrorstreifen, die es Wert sind, neu entdeckt zu werden und eine liebevolle Veröffentlichung auf DVD zu erfahren, aber "Das schwarze Museum" gehört einfach nicht dazu. So sehr Stephen King den Film als Klassiker auch in seinem Buch "Danse Macabre" empfiehlt, so gern ich Horrorfilme von damals sehe, und so sehr ich auch das "Museum" mögen wollte, er hat mich doch sehr schnell gelangweilt.

Die beste Szene kommt gleich zu Beginn (das Todes-Fernglas, aus dem Stahlspitzen schießen, wenn man hindurchblickt - aua!), danach folgt der Film sehr ermüdend und behäbig dem vorhersehbaren Plot und reiht eine öde Dialogszene an die andere. Es wird viel zu viel geredet, die polizeilichen Ermittlungen verlaufen erschreckend naiv und uninteressant, das Ganze hat überhaupt kein Tempo und nicht einen technisch aufregenden Einfall. Die Kamera bleibt stets wie angewachsen stehen und filmt die Schauspieler ab, das Widescreen-Format wird komplett verschenkt. Die deutsche Synchronisation ist zudem noch derart altbacken, dass das "Museum" stellenweise wie ein "Sissi"-Film wirkt.

Wenn man bedenkt, dass in der gleichen britischen Filmfabrik (Anglo Amalgamate) zur fast gleichen Zeit ein Meisterwerk des Schreckens wie "Peeping Tom" produziert wurde, schneidet "Das schwarze Museum" wirklich erbärmlich im Vergleich ab.

05/10

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