Montag, 15. Februar 2010

Das Haus der Lady Alquist (1944)

DAS HAUS DER LADY ALQUIST (Gaslight) aus dem Jahr 1944 hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt.

Die Geschichte einer jungen Sängerin (Ingrid Bergman), die mit ihrem Ehemann (Charley Boyer) in das unheimliche Haus ihrer ermordeten Tante zieht und dort merkwürdige Dinge erlebt, ist von Frauenspezialist George Cukor atmosphärisch mit viel Londoner Nebel, Gaslaternen und unheimlichen Schatten in Szene gesetzt worden und meisterhaft gespielt.

Ingrid Bergman ist das perfekte Opfer eines mörderischen Plans, immer sanft und hilflos, zerbrechlich schön und ängstlich, bis sich das Blatt schließlich wendet. Man leidet jede Minute mit ihr, selbst wenn schnell klar wird, wer hinter dem Ganzen steckt (im Gegenteil - das macht den Film nur besser). Bergman erhielt verdientermaßen ihren ersten Oscar für ihre Darstellung. Als frivoles Hausmädchen spielt Angela Lansbury ihre erste Filmrolle, und Dame May Whitty, die "verschwundene Dame" aus Hitchcocks "Eine Dame verschwindet" sorgt für die nötigen Humoreinlagen. Oftmals übersehen wird der großartige Joseph Cotten, der als verliebter Detektiv wunderbar zurückhaltend agiert und eine seiner besten Darstellungen zeigt.

10/10

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