Dienstag, 16. Februar 2010

Cold Creek Manor (2003)

Regisseur Mike Figgis ist bekannt für außerordentlich sensible, anspruchsvolle und teilweise kompromisslose Filme, die er unter schwierigsten Bedingungen zustande gebracht hat ("Leaving Las Vegas").
Umso enttäuschter muss man feststellen, dass "Cold Creek Manor" ein absoluter B-Thriller von der Stange ist, der nur von der hervorragenden Besetzung gerettet wird. Die persönliche Handschrift des Regisseurs ist praktisch nicht vorhanden, vielleicht gerade noch in seinem wie üblich selbst komponierten Score, der das einzig wirklich Ungewöhnliche am Film darstellt.

Die Story jedenfalls ist wie gehabt und dutzendmal gesehen - nette kleine Familie zieht ins düstere Landhaus, wo merkwürdige Dinge vor sich gehen. Aber "Cold Creek Manor" ist kein Horrorfilm, und die merkwürdigen Ereignisse gehen zurück auf den Vorbesitzer Stephen Dorff (eigentlich ein Garant für schlechte Filme), der die Familie aus dem Haus treiben will und dafür Schlangen im Haus aussetzt und ein totes Pferd im Swimming Pool versenkt. Das sind dann auch schon die zwei echten Highlights des Thrillers, der es nie schafft, wirklich spannend zu werden und ewig braucht, um in Gang zu kommen.

Die großartige Juliette Lewis - chronisch unterbeschäftigt - hat hier leider wieder mal nur die Dorfschlampe zu spielen, die wir schon aus "Kalifornia" und anderen Filmen kennen. Dennis Quaid und Sharon Stone harmonieren gut als Ehepaar, aber die besten Zeiten der beiden sind leider auch schon lange vorbei. So hat "Cold Creek Manor" nicht wirklich etwas Neues zu bieten. Für 90 Minuten Unterhaltung reicht der Film trotz mehrerer Längen allemal, aber man sollte bloß nichts Sensationelles erwarten. Ein Film zum Anschauen und gleich wieder Vergessen.

05/10

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