Samstag, 13. Februar 2010

Catwoman (2004)

Dass Katzen mühelos die Wände hochklettern können und tolle Basketballspieler sind, war mir neu - jedenfalls konnte meine eigene Katze mit dem Basketball nicht viel anfangen. Und das sind nur zwei der ca. 150 hirnlosen Ideen von "Catwoman", der wohl schlechtesten Comic-Verfilmung aller Zeiten.

Es fällt schwer, aufzuzählen, was mit "Catwoman" alles nicht stimmt, warum der Film insgesamt so dermaßen lächerlich, übertrieben und langweilig wirkt, von der absoluten Dämlichkeit der Handlung (der Masterplan der Bösewichter ist die Verbreitung einer giftigen Schönheitscreme! Blöder geht's wohl nicht) über das alberne Pseudo-Geschwafel von "Freiheit bedeutet Macht" (natürlich!) bis zu den fürchterlichen Darstellerleistungen.

Halle Berry wackelt sinn- und reizlos mit dem Hintern (selbst wenn sie mutterseelenallein unterwegs ist, bewegt sie sich wie eine arbeitslose Table-Dancerin), Benjamin Bratt ist wie üblich vollkommen ausdruckslos und hölzern, die in "Mad TV" so herrliche Alex Borstein spielt die typisch "lustige" Arbeitskollegin von Berry, hat aber nicht einen einzigen echten Lacher, nur Sharon Stone zieht sich relativ unbeschadet aus der Affäre und hat eindeutig die besten Dialoge (ich persönlich habe gehofft, dass sie das öde Liebespaar Berry/Bratt am Ende fertigmacht, aber das war wohl nicht der Sinn des Films).

Es ergibt einfach nichts einen Sinn - mal erinnert sich Berry an ihre Katzen-Taten, mal nicht, mal ist sie böse, dann wieder nicht, sie zischt zwar Hunde auf der Straße an und schnüffelt an Katzenminze, aber benutzt sie auch die Katzentoilette? Und warum wird sie nicht auf Kater scharf statt auf Benjamin Bratt? Apropos Bratt, der spielt hier den wohl dümmsten Cop im Universum. Nicht nur braucht er 345 Hinweise, um endlich zu kapieren, dass er mit der gesuchten "Catwoman" seit Tagen ausgeht (und wird nicht mal misstrauisch, als sie vor seinen Augen den Sushi-Lachs herunterschlingt und mühelos über ein Riesenrad klettert), er ist auch noch der EINZIGE Cop in ganz Manhattan, denn er arbeitet an praktisch jedem Fall, vom Einbruch, Diebstahl bis zu Mord. Und seit wann darf eigentlich ein Detective eine Mordverdächtige alleine verhören, mit der er am Vorabend noch Sex hatte??? Wie gesagt, die Aufzählung könnte ewig so weitergehen.

Das Schlimmste allerdings ist die Tatsache, dass ein 100-Millionen-Dollar-Film so schlampige Action-Szenen und Tricks anbietet. Die CGI-Effekte spotten jeder Beschreibung, die Kampf-Choreorgrafien sind nicht vorhanden, sondern nur so konfus und hektisch geschnitten, dass man nie weiß, wer gerade wen geschlagen oder verletzt hat - oder warum.

Halt, das war noch gar nicht das Schlimmste - das Schlimmste ist, dass der Film sich auch noch ERNST nimmt (kein Witz!). Und obwohl der Film am Ende praktisch nach einem Sequel schreit, wird es wohl hoffentlich keins geben. Dazu war er in den USA dann doch zu erfolglos - gottseidank. Oder schade. Wie Sie möchten.

01/10

1 Kommentar:

  1. Hallo Mathias,

    ich weiss gar nicht was Du hast ?? Der Kern der Handlung ist doch pure Realität ! Oder hast Du die Verkaufsshows eines ehemaligen münchener Filmstarletts im Fernsehen vergessen ? Hautausschlag und Pickel waren angeblich bei Gebrauch seinerzeit garantiert gewesen ! Und als CATWOMAN hätte diese Dame sicherlich auch Halle Berry geschlagen.

    Es darf gelacht werden !

    Gruss Ralf

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...