Samstag, 12. Juni 2010

Airport '77 - Verschollen im Bermuda-Dreieck (1977)

AIRPORT 1977 bietet neben den üblich schrecklich-schönen Zutaten, die wir alle so lieben, eine fantastische Besetzung, eine originelle Prämisse und vergleichsweise viel Spannung, weswegen er für mich den wohl besten Teil der "Airport"-Reihe darstellt, auch wenn "Giganten am Himmel" deutlich komischer ausfällt.

Die Story: Milliardär James Stewart erwartet per Flugzeug eine handvoll auserlesener Gäste und einen Berg kostbarer Gemälde zu seiner Museumseröffnung. Ein paar gemeine Kunstdiebe aber betäuben die Passagiere mit Gas, und nach einem Zusammenstoß mit einer Bohrinsel (ups!) finden sich alle auf dem Grund des Meeres wieder, verschollen im Bermuda-Dreieck. Während das Wasser in die Maschine eindringt und der Sauerstoff knapp wird, müssen die Insassen einen Weg finden, Hilfe zu rufen...

Das klingt unglaubwürdig und ist es auch, aber hübsch ausgedacht ist es schon. Und Glaubwürdigkeit war nie die Stärke von Katastrophenfilmen. Unter den Passagieren und der Crew befinden sich wunderbare Schauspieler wie Jack Lemmon, Christopher Lee, Joseph Cotten und Olivia De Havilland, die das Ansehen allein zum Vergnügen machen.

Die finale Rettungsaktion, in der das Flugzeug vom Militär via Airbags an die Oberfläche befördert werden soll (werden sie es wohl schaffen?), ist beeindruckend umgesetzt. Natürlich dürfen die typisch schlimmen Momente nicht fehlen, die hier in erster Linie von Lee Grant dargeboten werden, die eine fabelhafte Schauspielerin ist, wenn sie nicht vollkommen durchdreht, und genau das tut sie hier. Als ehebrecherische Gattin des distinguierten Christopher Lee beleidigt sie ihren Ehemann, ihren Liebhaber (Gil Gerard) und jeden, der in ihre Nähe kommt, säuft Schnaps aus Miniaturen ("Meine kleinen Freunde"), kreischt beim Anblick des steigenden Wasserpegels und versucht hysterisch, unter Wasser den Notausstieg zu öffnen ("Ich muss hier raus!"), bis sie von Brenda Vaccaro per Handkante ins Land der Träume befördert wird. Kein Wunder, dass Gatte Lee sich umgehend anbietet, das Flugzeug mit Taucherausrüstung zu verlassen und in den sicheren Tod zu schwimmen.

08/10

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