Dienstag, 16. Februar 2010

21 Gramm (2003)

21 GRAMM ist kein Film für einen netten Videoabend, um es mal gelinde auszudrücken. Aber wer bereit ist, sich auf ein intensives, verstörendes Drama einzulassen, das dem Zuschauer alles abverlangt, der wird mit einem packenden, mitreißenden Film und wirklich unglaublichen Darstellerleistungen belohnt. Regisseur Alejandro Innaritu ("Amores Perros") erzählt seine tiefschwarze Geschichte um Schuld, Tod und Rache nicht chronologisch, sondern in Fragmenten. Jede Szene spielt auf einer anderen Zeitebene, und der Zuschauer muss sich das Geschehen im Kopf zusammenpuzzeln, was übrigens mühelos gelingt. Diese verschachtelte Erzählform steuert zielgenau auf ein Finale zu, das wirklich schwer zu schlucken, im Endeffekt aber absolut befriedigend und ehrlich ist.

21 GRAMM ist schwere Kost, keine Frage, und man fühlt sich möglicherweise nach dem Film noch stundenlang absolut schlecht (mir ging es so), aber Filme wie dieser sind mittlerweile so eine Seltenheit geworden, dass ich ihn uneingeschränkt jedem empfehlen kann, der von einem Film mehr erwartet als oberflächliche Ablenkung oder Unterhaltung. Für mich einer der besten Filme der letzten Jahre, der noch lange im Gedächtnis bleibt.

09/10

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