Mittwoch, 15. Oktober 2014

Deepreds Kino verabschiedet sich

Alles hat mal ein Ende. Wer meinen Blog in den letzten Wochen und Monaten besucht hat, dem wird nicht entgangen sein, dass ich nur noch sporadisch bis selten Rezensionen geschrieben habe. Dafür möchte ich mich vor allem bei den regelmäßigen Lesern entschuldigen, die immer mal wieder Deepreds Blog anklicken, um dann festzustellen, dass es wieder nichts Neues gibt - und jeder sinnlose Klick ist vergeudete Lebenszeit.

Deepreds Kino ist und war immer ein ein privater Blog, den ich aus Liebe zum Film gepflegt habe. Mittlerweile fehlt mir dafür schlicht die Zeit - und auch die Energie. Meine Lieblingsfilme sind alle rezensiert (bis auf "2001 - Odyssee im Weltraum", aber über den ist so viel geschrieben worden, dass ich es überflüssig fand, auch noch meinen Senf nachzureichen). Das aktuelle Kino ist für mich weitgehend uninteressant geworden, und es gibt inzwischen so viele Film-Blogs, dass ich keinen Bedarf für einen weiteren mehr erkennen kann.

Deepreds Kino bleibt online, weil ich den Blog selbst noch gern als Datenbank nutze und mich gern an so viele schöne Filmstunden erinnere. Und wer weiß, was die Zukunft bringt? Immerhin hat auch niemand gedacht, dass "Psycho" (1960) mal fortgesetzt wird (und das gar nicht so übel).
In diesem Sinne sage ich DANKE für alle Kommentare, Klicks und die Zeit, die meinen Texten geschenkt wurde. Leben ist Veränderung. Man sieht sich. 

Long Live the New Flesh!


Samstag, 16. August 2014

Straße der Verdammnis (1977)

Es hört sich erst mal nach einer guten Nachricht an. Der Endzeit-Action-Thriller STRASSE DER VERDAMMNIS (Damnation Alley), der hierzulande jahrzehntelang nur als schundige VHS im Vollbild-Format (schwer) erhältlich war, erscheint endlich auf DVD und Blu-Ray in angemessener Qualität. Der geneigte Zuschauer kann den Film nun so sehen, wie er auch konzipiert wurde, im Widescreen-Format und in guter Bildqualität. Wer ihn noch aus Kindheitstagen als aufregendes Abenteuer-Spektakel in Erinnerung hat, wird bei dieser Meldung in Entzücken geraten. Die schlechte Nachricht folgt aber auf dem Fuße: so doll ist STRASSE DER VERDAMMNIS leider nicht. 

Worum geht es? Kurz nach dem dritten Weltkrieg (laut Voice-Over soll es lange nach dem Nuklearkrieg sein, doch die Darsteller sehen alle exakt so aus wie zu Beginn des Films) wird die verwaiste Erde von Sturmfluten und Orkanen heimgesucht. Drei Männer vom Militär (Jan-Michael Vincent, George Peppard und Paul Winfield) scheinen die letzten Überlebenden zu sein, doch dann empfangen sie ein Signal aus Albany und beschließen, in zwei stählernen Trucks den schweren Weg durch die Wüste, auf der so genannten "Straße der Verdammnis", aufzunehmen. Auf ihrer Reise lernen sie in Las Vegas eine Tänzerin kennen (wie praktisch für die Jungs, dass es keine Rentnerin ist, die die Katastrophe überlebt hat, sondern ein knackiges Mädel) und geraten in zahlreiche lebensbedrohliche Situationen mit überdimensionalen Tierchen und gefährlichen Gruppen...

Das hört sich doch nach einem furiosen Schocker voller Spannung, Action und Endzeitstimmung an. Leider aber ist die Umsetzung so langweilig und streckenweise dilettantisch geworden, dass man sich fragen  muss, wie man diesen verfilmten Groschenroman jemals ernsthaft gut finden konnte. Die Jugend entschuldigt da einiges. Schuld daran ist Regisseur Jack Smight, der schon den Trash-Heuler "Giganten am Himmel" (1975) inszenierte, welcher ein großer Action-Film sein wollte und dann doch nur für unfreiwllige Lacher sorgte.
STRASSE DER VERDAMMNIS kam zeitgleich mit "Star Wars" in die Kinos und ging dort im Schatten des Giganten gnadenlos unter. Betrachtet man beide Werke heute, muss man feststellen, dass einer von beiden furchtbar gealtert ist, und damit ist nicht George Lucas' Blockbuster gemeint (von dem ich kein Fan bin - er ist trotzdem hundertmal besser als sein Konkurrent). Was vor allem enttäuscht, sind die Spezialeffekte, die schon damals kaum überzeugend gewesen sein können. Zu Beginn des Films tauchen ein paar übergroße Skorpione auf, durch die Jan-Michael Vincent (heute ohne Helikopter) mit seinem Motorrad hindurchdüsen muss, und diese Viecher sind so schlecht in den Film hineinkopiert, dass der Zuschauer eher zu Kopfschütteln animiert wird. Gegen diese Monster wirken die Filme Jack Arnolds wie tricktechnische Meisterleistungen, und auch die überdimensionalen Echsen aus "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" (1959) wirken im Vergleich beängstigender. Der Fairness halber sei erwähnt, dass die später auftauchenden Riesen-Kakerlaken besser gemacht sind und für wenigstens ein bisschen Gänsehaut (und etwas Blut) sorgen.

Ansonsten aber gibt es in STRASSE DER VERDAMMNIS wenig Überzeugendes. Die Handlung schleppt sich trotz knapper Lauflänge so dahin, die vielen Dialogszenen zwischen den Set-Pieces sind uninteressant geschrieben, und die Charaktere bleiben ebenso farblos. Kein Wunder, dass die Schauspieler sämtlich auf Autopilot umschalten. George Peppard sieht gar so aus, als würde er jeden Moment einschlafen, er schnarcht sich wie auf Valium durch seine Rolle und versteckt sich hinter Schnauzer und Basecap. Gegen Ende sorgt ein wenig Action für einen geringen Unterhaltungsfaktor, aber insgesamt stellt STRASSE DER VERDAMMNIS doch eine ziemliche Tortur dar.

Gibt es Positives? Ja. Die Musik von Altmeister Jerry Goldsmith macht ordentlich Rabbatz mit großem Orchester und gehört eigentlich in einen hochklassigeren Film, und die Farbfilter, die für die unterschiedlichen Endzeit-Stimmungen benutzt werden, sind ganz nett anzuschauen. Die Aufnahmen der Atomkatastrophe zu beginn des Films bestehen aus dokumentarischem Material und können kurze Beklemmung verursachen. Alles andere ist zu künstlich und zu sehr Papp-Maché (auch die Figuren). Obwohl ich kein Fan von Remakes bin, wäre dies ein geeigneter Kandidat für eine Neuverfilmung. Für Nostalgiker und Fans des apokalyptischen Endzeit-Thrillers ist STRASSE DER VERDAMMNIS sicher einen Blick wert, aber man sollte bloß keinen "Mad Max" erwarten.

Die DVD/Blu-Ray-Veröffentlichung des Labels Media Target ist trotzdem sehr willkommen, weil lange überfällig. Neben der Einzel-Blu-Ray wird es auch eine Limited Edition als Blu-Ray/DVD-Combo geben. Beide Versionen bieten massig Extras, darunter Audiokommentare und die Super 8-Fassung. Auch die Covergestaltung weiß zu begeistern. Danke dafür, selbst wenn der Film weißgott nichts Besonderes ist.

05/10

Montag, 4. August 2014

Fedora (1978)

Die Hollywood-Satire FEDORA (Fedora) war der vorletzte Film des großen Billy Wilder und wurde seinerzeit von Kritikern eher schlecht aufgenommen und vom Publikum komplett ignoriert, war somit ein weiterer von vielen Flops, die Wilder am Ende seiner Karriere zu verkraften hatte.
Der Film verschwand in der Versenkung und war so gut wie nirgendwo zu finden oder zu sehen. Nun wurde er jüngst als DVD und Blu-Ray neu herausgebracht und liegt endlich in hervorragender Bild- und Tonqualität vor. Der obskure Status von FEDORA hat viele Wilder-Anhänger und Cineasten in den Jahren dazu veranlasst, ihn als verkanntes Meisterwerk zu feiern, doch das ist ebenso irreführend wie die damalige geballte Ablehnung. FEDORA war und bleibt ein schwacher Film, ein müdes Alterswerk mit einigen furchtbaren Fehlbesetzungen.

Der Inhalt: William Holden spielt einen unabhängigen Hollywood-Produzenten, der nach Korfu reist, um den großen Star Fedora (Marthe Keller) zu einem Filmprojekt zu überreden. Fedora hat sich aus dem Licht der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt abgeschirmt von der Außenwelt, umgeben von skurrilen Figuren wie einer verschleierten Gräfin (Hildegard Knef) und einem plastischen Chirurgen (José Ferrer), die Fedora von einer Rückkehr zum Film abhalten wollen. Nach und nach kommt Holden hinter das Geheimnis von Fedora, die in den letzten Jahrzehnten scheinbar nicht gealtertist...

Mit FEDORA hat Wilder sein eigenes Meisterwerk "Sunset Boulevard" (1950) noch einmal aufgelegt und passenderweise William Holden erneut für die Hauptrolle verpflichtet. An den brillant-bösartigen Witz und die faszinierende Charakterstudie des Vorbilds kommt FEDORA aber in keiner Sekunde auch nur annähernd heran. Mit der Figur der Fedora wird ein ehemaliger Star gezeichnet, der an Greta Garbo oder Marlene Dietrich erinnern soll (Dietrich sollte zunächst die Rolle spielen, die im Film von Hildegard Knef verkörpert wird), doch das große Geheimnis, das der Film um ihre ewige Jugend aufmacht, ist von Anfang an so offensichtlich, dass die schlussendliche Enthüllung keine Überraschung darstellt und eher mit einem Achselzucken quittiert wird. Man fragt sich eher, warum Holden nicht viel früher darauf kommt, dass zwischen einem plastischen Chirurgen und einer zeitlos schönen Frau eventuell ein Zusammenhang bestehen könnte. Und geht es nur mir so, oder ist die Ausgangsidee des Films - unabhängiger Produzent will eine 'Anna Karenina'-Adaption mit einer 70-jährigen Hauptdarstellerin machen, weil er als Jugendlicher mal verliebt in sie war - nicht reichlich unglaubwürdig?

William Holden ist als Hauptfigur mit einer undankbaren Rolle gestraft. Er reist lediglich von A nach B, klopft an ein paar Türen und hört zu, was die Beteiligten ihm erzählen. Er durchlebt nichts und hat keinerlei Entwicklung. Zumindest spielt er aber seriös und verleiht dem Film Klasse. Das kann man von seinen C-Stars nicht behaupten. Hildegard Knef und Marthe Keller sind beide schrecklich fehlbesetzt und überbieten sich im Overacting. Marthe Keller gestikuliert wild und fuchtelt mit den Armen, wenn sie nervöse Verzweiflung darstellen soll, und die Knef macht es genau so. Beide Schauspielerinnen haben bewiesen, dass sie hervorragende Leistungen zeigen können, doch hier sind sie lediglich uninteressante Cartoon-Figuren. Beide werden in der Originalfassung zusätzlich durch eine Synchronsprecherin sabotiert, deren Stimme nicht zu den Frauen passen will, und deren Akzent dafür sorgt, dass nicht einer der Dialoge von Keller oder Knef naturalistisch klingt. In der deutschen Synchronfassung spricht übrigens die Knef sowohl ihre als auch die Rolle Marthe Kellers. Ein Kuriosum.

Unter den Nebendarstellern entdeckt man illustre Namen wie Gottfried John, Michael York, Henry Fonda (als Präsident der 'Oscar'-Academy) und Mario Adorf, aber man hat immer den Eindruck, jeder von ihnen spiele in einem anderen Film, es entsteht nie eine homogene Ensemble-Leistung. Die beste Darstellung kommt vielleicht von José Ferrer, der jede Szene an sich reißt und zumindest unterhaltsam ist.

Was FEDORA über Hollywood, Schönheits- und Jugendwahn oder Star-Kult zu erzählen hat, ist ebenfalls enttäuschend wenig. "It's the Pictures that got small", sagt Gloria Swanson dort über das aktuelle Kino, und FEDORA beweist genau das. Obwohl die Kamera in herrlichen Bildern der griechischen Inseln schwelgt und dafür sorgt, dass FEDORA zumindest optisch hübsch anzuschauen ist, entsteht nie das Gefühl großen Kinos. Das Tempo ist zu schleppend, die meisten Szenen werden zu lang ausgespielt (ein Problem, das alle späten Filme Wilders, die der Regisseur mit seinem Co-Autor I.A.L. Diamond ersponnen hat, kennzeichnet), und der Humor ist überraschend schwerfällig. Von dem sprühenden Witz und dem irrwitzigen Tempo eines "Eins, zwei drei" (1961) oder "Manche mögen's heiß" (1960) ist hier weit und breit nichts zu sehen. FEDORA ist leider über weite Strecken - man mag es gar nicht aussprechen - schlicht langweilig.
Auch die Musik von Altmeister Miklos Rosza, der schon 30 Jahre zuvor den wunderbaren Score zu Wilders "Double Indemnity" (1948) komponierte, wirkt deplaziert und zu altmodisch für einen Film der späten 70er.

Am besten an FEDORA funktionieren noch die Rückblenden ins 'alte Hollywood', weil Wilder sich dort auskennt und diese Szenen einen nostalgischen Charme haben (Stephen Collins spielt den jugendlichen Holden), und die verschachtelte Erzählstruktur mit verschiedenen Zeitebenen ist durchaus interessant.

Robert Aldrich erzählte in "Große Lüge Lylah Clare" (1968) eine sehr ähnliche Geschichte, und sein Film ist deutlich gelungener. Interessanterweise borgte sich auch Fassbinder für seinen "Die Sehnsucht der Veronika Voss" (1982) einige Ideen aus FEDORA - so bittet zum Beispiel Fedora bei ihrer ersten Begegnung William Holden um Geld, mit welchem sie ominöse Geschäfte tätigt, und hier wie dort muss der Hauptdarsteller fürchten, dass die Diva von den Menschen in ihrer Umgebung gefangen gehalten und unter Drogen gesetzt wird. Fassbinders Film ist aber im Gegensatz zu FEDORA packend, konsequent, abgründig und psychologisch fesselnd.

Ich hätte selbst gern konstatiert, dass FEDORA zu Unrecht übergangen und ignoriert wurde, aber auch aus heutiger Sicht bietet Wilders Alterwerk zu wenig, um zu überzeugen. Ein paar gelungene Seitenhiebe auf Hollywood und schöne Postkartenansichten von Korfu reichen da einfach nicht. Wilder inszenierte nach diesem Flop nur noch einen Film, den ebenso misslungenen wie erfolglosen "Buddy, Buddy" (1981), bevor er in den wohlverdienten Ruhestand ging. Ein Schwanengesang ist keines seiner letzten Werke geworden. Macht auch nichts, denn Wilder hat in seiner Karriere so viele außergewöhnliche Filme geschaffen, dass er für alle Zeiten zu den größten Filmregisseuren gezählt werden wird.

05/10



Samstag, 26. Juli 2014

12:01 (1993)

In der Filmgeschichte kommt es häufig vor, dass zeitgleich sehr ähnliche Filme entstehen. So erinnern wir uns alle noch an die Flut von Unterwasser-Filmen Ende der 80er, oder die Mars-Abenteuer "Mission to Mars", "Ghosts of Mars" und "Red Planet".
Im Jahr 1993 entstanden mit "Und täglich grüßt das Murmeltier" und 12:01 (12:01) zwei Filme mit der identischen Grundidee einer Zeitschleife, in die der ahnungslose Held gerät und immer wieder denselben Tag durchleben muss. Nun kann man oft die Frage nach dem Huhn oder dem Ei stellen, doch in diesem Fall ist ganz klar, wer sich da bei wem bedient hat, denn 12:01 basiert auf einer Kurzgeschichte von Richard Lupoff, die bereits 1990 als Vorlage für einen Kurzfilm diente. die Macher des "Murmeltiers" haben sich bei Vorlage und Film kräftig bedient, was den Autor der Kurzgeschichte so auf die Palme brachte, dass er jahrelang die Gerichte beschäftigte. Leider (für ihn) wurde das "Murmeltier" von den mächtigen Columbia-Studios produziert, gegen die juristisch nicht anzukommen war. So blieb der Fall ungeklärt.

Aber genug der Hintergründe. Das Publikum profitierte immerhin davon, konnte es doch zwei gelungene Filme genießen, wobei mir persönlich 12:01 deutlich besser gefällt als der Bill Murray-Hit. Das liegt zum einen daran, dass 12:01 viel bescheidener und skurriler daherkommt (was nicht wundert, denn er wurde fürs US-Fernsehen produziert), zum anderen an dem Umstand, dass die langweilige Andie MacDowell hier nicht mitspielt, die mich immer in Tiefschlaf versetzt. Außerdem wartet 12:01 zusätzlich zu allen komödiantischen und romantischen Verwicklungen noch mit einem spannenden Thriller-Plot auf, der hervorragend umgesetzt ist, während sich das "Murmeltier" voll auf die Liebesgeschichte konzentriert.

Also, worum geht es in 12:01? Der nerdiger Büroangestellte Jonathan Silverman hasst seinen  langweiligen Job und ist heimlich in die schöne Wissenschaftlerin Helen Slater verliebt, die im selben Gebäude arbeitet, von ihm aber keine Notiz nimmt. Nach Feierabend beobachtet er entsetzt, dass seine Angebetete auf offener Straße erschossen wird, und zu Hause bekommt er einen elektrischen Schlag, der ihn in die Zeitschleife versetzt. Von jetzt an wacht er immer wieder am Morgen des Mordes auf und hat nur ein begrenztes Zeitfenster, um selbigen zu verhindern, die Hintermänner zu stellen und der Dame seines Herzens seine Liebe zu gestehen, bevor der schicksalhafte Tag wieder von Neuem losgeht...

12:01 ist vor allem eins - sympathisch. Das liegt vor allem an der unprätentiösen B-Besetzung, die prächtig als Ensemble funktioniert, ohne dass jemand eine One-Man-Show abzieht. Neben dem quirligen Silverman in der Hauptrolle spielen die wunderbare Helen Slater, die mal fast ein großer Star geworden wäre, wenn ihr Möchtegern-Blockbuster "Supergirl" (1984) nicht so ein gigantischer Flop gewesen wäre, dazu der großartige Martin Landau als Mad Scientist, dessen Experimente die Zeitschleife verursachen, sowie Jeremy Piven als skurriler Sidekick Silvermans. Sie alle sind witzig, liebenswert und haben viel Spaß mit ihren Rollen, das überträgt sich auch auf den Zuschauer.

Wie bei solchen Geschichten üblich (mittlerweile gibt es ja deutlich mehr Zeitschleifen-Filme als die beiden genannten Beispiele) wird im ersten Drittel des Films viel Wert auf Details gelegt, deren ewige Wiederholung (quasi mit Ankündigung) für reichlich Lacher sorgt. Hier sind das u.a. ein zusammenbrechender Bürostuhl, ein Anruf von Silvermans Mutter, ein Anschiss der Chefin, sowie eine Topfpflanze, die eigentlich im Müll liegen sollte, aber jeden Morgen wieder am selben Platz steht. Als durchschnittlicher Jedermann, der durch die Ereignisse lernt, sich durchzusetzen, zu sagen, was er auf dem Herzen hat, und das 'Beste' aus jedem Tag zu machen, wird er zur Identifikationsfigur für den Zuschauer und dessen Wunsch, selbst aus seiner täglichen Alltagsroutine auszusteigen. Die Zeitschleife ist ein Fantasy-Element, aber sie versinnbildlicht nur, was für viele Menschen real ist. Kein Wunder, dass diese Filme so gut beim Publikum ankommen. 

Neben der Komödie und der herzigen Romanze sorgt der Timelock um den Mord an Helen Slater dann auch noch für echte Hochspannung. Da die Zeitschleife in 12:01wissenschaftlich begründet wird (während sie in ähnlichen Filmen oft nur 'passiert'), gibt es also auch einen Weg, sie wieder abzustellen. Der ist zwar ähnlich 'glaubwürdig' wie der Flux-Kompensator aus "Zurück in die Zukunft" (1985), aber da sich der Film ohnehin nicht ernst nimmt, gehört das alles mit zum Spaß.

Für mich persönlich ist 12:01 der beste aller Zeitschleifen-Filme. Er ist extrem kurzweilig, straff erzählt, temporeich, und er verzichtet sowohl auf moralische Belehrungen (keiner muss hier ein 'besserer' Mensch werden) als auch auf allzu dick aufgetragenen Kitsch. Ein kleiner Film mit großen Stärken und - leider - immer noch ein Geheimtipp.

8.5/10


Freitag, 25. Juli 2014

Der Wald vor lauter Bäumen (2003)

Um es kurz zu machen: DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN ist die vielleicht witzigste deutsche Komödie der letzten 30 Jahre (neben "Sommer vorm Balkon", 2004). Um eine definitive Aussage machen zu können, müsste ich alle deutschen Komödien der letzten 30 Jahre gesehen haben, aber das kann mir niemand ernsthaft zumuten, daher also das 'vielleicht'.
Umso bitterer ist es, dass diese wunderbare Perle kaum jemand kennt.

Eva Löbau spielt in DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN die junge Lehrerin Melanie aus der schwäbischen Provinz, die in einer Karlsruher Schule ihre erste Stelle antritt. Melanie möchte gern geliebt werden und wirklich etwas bewegen, sie ist mit Leib und Seele Lehrerin. Nur fehlt ihr dafür außer der Euphorie leider jegliches Talent, so dass sie gleich von Schülern mit Kaba-Tüten beworfen und auch sonst von niemandem ernst genommen wird. Melanie freundet sich mit ihrer Nachbarin Tina (Daniela Holtz) an, aber auch der wird die Junglehrerin bald zu aufdringlich. Mehr und mehr schwinden Melanies gute Absichten. Wird sie jemals akzeptiert, respektiert oder gemocht werden?

DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN wurde von Regisseurin Maren Ade aufgrund fehlenden Budgets mit einfachsten Mitteln und im quasi-dokumentarischen Stil gedreht. Die Schauspieler dürfen offensichtlich improvisieren, und die Kamera ist immer hautnah dabei, wenn Melanie sich wieder mal zum Affen macht.
Melanie wird von Eva Löbau schlichtweg sensationell gut gespielt. Sie trifft genau die richtigen (leisen) Töne und entblättert so viele Facetten dieser introvertierten Lehrerin, dass man nie weiß, welche Richtung der Film einschlagen wird. Er könnte sich genau so gut zum Psycho-Thriller entwickeln, denn die Liebessehnsucht von Melanie trägt durchaus soziopathische Züge. Gelegentlich wird sie gar zur Stalkerin ihrer bedauernswerten Nachbarin, und ihre anfangs so hübsch spießige Wohnung verwandelt sich immer mehr in einen Polanski-Alptraum (mehr oder weniger).

Melanie lügt, um sich interessanter zu machen, lügt dann wieder, um die erste Lüge zu entkräften, und sie biedert sich überall an, das ist beängstigend. Selten hat ein Film den Drang (und die damit einhergehende Tragik und Frustration), beliebt zu sein und Anschluss zu finden, so scharfsinnig auf den Punkt gebracht. Ständig ist man hin- und hergerissen, ob man Melanie nun bemitleiden oder fürchten soll, manchmal möchte man sie auch einfach nur schütteln. Kennen möchte man sie eher nicht. Sie hält sich für weltoffen und kontaktfreudig, dabei ist sie lediglich creepy und humorlos. Wenn sie es zu gut meint, geschehen die schlimmsten Dinge. Das ist doppelt tragisch, weil ihr Wunsch, den Kindern etwas beizubringen und ihnen 'auf Augenhöhe' zu begegnen, während die Kollegen längst jeden Idealismus verloren haben, im Grunde lobenswert ist. Doch die Art, wie Melanie mit sich und der Welt umgeht, ist ebenso traurig wie falsch - und dabei so brüllend komisch.

Regisseurin Maren Ade findet für ihre Melanie eine zauberhafte Schlusseinstellung, in der Melanie vom Steuer ihres Wagens auf den Rücksitz klettert und das Auto alleine weiterfährt. Sie hat endgültig die Verantwortung abgegeben und genießt die Aussicht. Ein Hoffnungsschimmer, oder eine Fahrt ins Nirgendwo? Mal loslassen zu können, das wäre schon gut für eine Melanie.

DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN lief auf mehreren Festivals und hat einige Preise bekommen, darunter auch einen Spezialpreis beim Sundance Film Festival. Man fragt sich, ob dort der herrliche schwäbische Dialekt von Eva Löbau eigentlich gewürdigt werden konnte, aber verdient ist das allemal.
Die deutsche DVD von DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN ist leider alles andere als großartig geraten. Muss man als mittlerweile digital verwöhnter Zuschauer schon mit der Heimvideo-Ästhetik des Films zurechtkommen (was sehr schnell gelingt), darf man dann noch das Letterbox-Format aufzoomen, was die Bildqualität erneut verschlechtert, und als Extra gibt es lediglich einen unspektakulären Trailer, nichts weiter, dabei wären hier ein Making of, Audiokommentar oder Interviews deutlich angebrachter als bei Mainstream-Schrott, wo sich ohnehin alle nur gegenseitig loben. Maren Ade drehte übrigens nach diesem Glanzstück das vielfach prämierte Drama "Alle anderen" (2009).

DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN beweist, dass es doch noch deutsche Komödien gibt, die eben nicht amerikanische Vorbilder uninspiriert für eine gschmacksentwöhnte Masse wiederkäuen und jede Filmminute mit Popsongs zuballern, damit das Publikum glaubt, es empfinde etwas, und in denen das Colour-Matching wichtiger ist als das Drehbuch, sondern die eine eigene Sprache, ein Anliegen und einen speziellen Humor haben. Zu schade, dass Filme wie dieser in der Minderheit sind - und wahrscheinlich bleiben werden. Wer jetzt Lust bekommen hat, sich den WALD anzuschauen, sei herzlich von mir animiert und eingeladen, er hat es verdient, wahrgenommen zu werden.

Bei Melanie bin ich mir da nicht so sicher... ein bisschen Angst macht die mir schon.

09/10


Donnerstag, 24. Juli 2014

Midnight Crossing (1988)

Thriller, die mitten auf dem Ozean spielen, gibt es so einige. Phillip Noyce's wunderbarer "Todesstille" (1989) wäre das beste Beispiel. MIDNIGHT CROSSING (Midnight Crossing) besitzt eigentlich alle Zutaten, die einen spannenden Abenteuerfilm abgeben würden. Dazu gehören eine exotische Location, gute B-Darsteller plus ein A-Star (Faye Dunaway), eine gute Prise Sex, sowie eine interessante Story mit vielen überraschenden Wendungen, Intrigen, Mord und Totschlag. Was der Film leider nicht hat, sind ein fähiger Regisseur und ein gutes Drehbuch.

Die Story: Geschäftsmann Daniel J. Travanti überredet seine Angestellte Kim Cattrall und deren Ehemann John Laughlin zu einer Bootstour. Er will auf einer Insel vor Kuba einen Schatz bergen, den er in seiner Armeezeit dort versteckt hat - eine Million Dollar. Mit von der Partie ist auch Faye Dunaway als blinde Ehefrau Travantis. Zu viert schippern sie los, doch der Ausflug verläuft völlig anders als gedacht, weil beinahe jeder an Bord ein doppeltes Spiel spielt und eigene Interessen verfolgt...

Schade, schade, muss man sagen, denn das hätte ein wirklich toller Film werden können. Allein Faye Dunaway als Blinde auf einer Hochsee-Yacht, das schreit doch nach Suspense in bester "Warte bis es dunkel ist"-Tradition, ist sie doch auf Gedeih und Verderb den anderen Charakteren hilflos ausgeliefert. MIDNIGHT CROSSING aber erzählt seine Geschichte nicht aus Dunaways Perspektive, sondern aus beobachtender Distanz, was jede Identifikationsmöglichkeit mit ihren Ängsten zunichte macht.
Dabei hatte Dunaway hier einige ihrer besseren Tage. Die Diva spielt eher zurückgenommen und overacted selten (wenn, dann aber richtig), das überlässt sie gern den Co-Stars. Kim Cattrall ("Sex and the City") und John Laughlin ("China Blue - Bei Tag und Nacht") sind ein heißes Paar und dürfen sich oft nackig machen, gerade Cattrall muss aber zu oft die hysterische Nudel geben und fängt irgendwann an zu nerven (die Synchronisation mit einer übereifrig keuchenden Sprecherin versetzt ihr den Todesstoß). Daniel J. Travanti spielt den scheußlichen Fiesling, dem man absolut zutraut, seine blinde Gattin über Bord zu werfen, wenn gerade keiner guckt, und in einer Nebenrolle zieht Ned Beatty eine schlimme Schmierenkomödie als versoffener Ex-Pirat ab, die sich auf dem Niveau von John Voights Darstellung in "Anaconda" (1997) befindet. Seine Rolle bekommt allerdings einen netten Twist im letzten Akt. Von Schauspielführung ist hier also weit und breit nichts zu merken, es spielt jeder so, wie er gerade will. Ans Herz wachsen mag einem keiner der Reisenden so recht.

Ist die Konstruktion der Story durchaus spannend geraten, wird sie dummerweise von schlechten Dialogen und dem unglaubwürdigen Verhalten der Charaktere unentwegt sabotiert. Echter Suspense will sich so gut wie nie einstellen, weil Regisseur Roger Holzberg kein Gespür für Tempo oder Timing hat (hatte ich die Schauspielführung schon erwähnt?). Auch visuell fällt ihm nichts ein, weswegen der Thriller trotz üppiger Schauwerte wie ein TV-Film wirkt. Ein paar Action-Einlagen gegen Ende retten diesen Ausflug auch nicht mehr. Schön ist nur, dass der/die Richtige überleben darf, und dass der Film ein ganz bestimmtes Klischee, auf das man förmlich wartet, überraschend nicht bedient.

MIDNIGHT CROSSING ist ein Anwärter auf die "so schlecht, dass er schon wieder gut ist"-Schublade, aber ob er da wirklich hineingehört, ich weiß es nicht. Er ist vor allem mittelmäßig, wenngleich nie sterbenslangweilig. Lediglich einige der Dialoge sind so schlimm, dass man herzhaft lachen darf und sich ein wohliges Trash-Feeling einstellt. Was hier an Möglichkeiten verschenkt wird, ist mehr als bedauerlich.
Dementsprechend schlecht ist MIDNIGHT CROSSING auch aufgenommen worden. Er wurde als rasanter Kino-Reißer angekündigt und landete dann heimlich, still und leise als Videopremiere im Regal - wo er sich zum respektablen Ladenhüter entwickelte. Die gerade begonnenen Kino-Karrieren von Cattrall und Laughlin neigten sich damit ihrem Ende zu, und für Faye Dunaway war der Film ein weiterer Nagel im Karriere-Sarg. Regisseur Roger Holzberg wurde bei seinem nächsten Projekt, dem Thriller "Paint it Black", noch während der Dreharbeiten durch Tim Hunter ersetzt und drehte erst 20 Jahre später wieder fürs Kino - und zwar einen Animationsfilm für Kinder.

05/10

Dienstag, 22. Juli 2014

Ladykillers (1988)

Maskierte männliche Killer, die blutjunge, kreischende Models um die Ecke bringen, gibt es in der Film-und Horrorgeschichte mehr als man zählen kann, aber warum geht das eigentlich nicht mal andersrum?

Geht es, wie der 1988 fürs US-Fernsehen produzierte Thriller LADYKILLERS (Ladykillers) beweist. Der Titel führt schon absichtlich in die Irre, denn Frauen sind hier nicht das Ziel eines irren Slashers, sondern knackige Kerle, genauer gesagt, die muskelbepackten Mitglieder eines Stripclubs für Frauen (sozusagen die Filmversion der 'Chippendales'). Diese werden von einer geheimnisvollen Mörderin mit toupierter Wallemähne und Sonnenbrille live während ihres Auftritts und vor den Augen aller Zuschauerinnen dahingemetzelt. Die Hauptverdächtigen sind die Besitzerin des schlüpfrigen Schuppens (Lesley-Ann Down, "Fackeln im Sturm") sowie eine reiche, männerfressende Klientin (Susan Blakely). Auftritt Marilu Henner als toughe und emanzipierte Ermittlerin, deren hübscher Lover Thomas Calabro (kurz vor seinem Durchbruch als 'Melrose Place'-Fiesling Michael Mancini, den zu hassen wir so liebten) als Jungpolizist undercover im Strippermilieu untertaucht, wo er prompt ins Visier der Killerin gerät und von unserer Detektivin in letzter Sekunde gerettet werden muss...

Die Idee, sämtliche Klischee-Geschlechterrollen des Serienkiller-Films auszutauschen, ist wirklich nett, das muss man dem ansonsten harmlosen Filmchen lassen. Ich mochte LADYKILLERS sehr, als ich ihn in meiner Jugend als Videopremiere sah (es war die Zeit, als ich mir praktisch jeden - und ich meine jeden - Film angesehen habe, der neu auf VHS herauskam). Marilu Henner ("Noises Off") schlägt sich gut als schöne Polizistin mit kompliziertem Privatleben, Thomas Calabro zeigt, dass er halbnackt eine gute Figur macht, und es gibt sogar eine typische Duschszene, bei der wieder nicht die bekannte nackte Dame, sondern einer der Tänzer bedroht wird. Der leichte Screwball-Touch in den Dialogen und die Tatsache, dass der Film sich selbst nicht sonderlich ernst nimmt, sorgen für unterhaltsam-fluffigen 80er-Spaß, wenn man in sehr, sehr gnädiger Stimmung ist. In der besten Szene müssen sämtliche Polizisten des Reviers sich zu sexy Musikbegleitung entkleiden, um auszuknobeln, wer von ihnen undercover in die schwülstige Showtruppe eingeschleust werden soll. Das sieht man zugegebenermaßen nicht jeden Tag im 'Tatort'.

Leider schafft es LADYKILLERS nicht, außer den umgekehrten Geschlechtern noch irgend etwas anderes von Interesse zu erzählen. Das Drehbuch baut zwar an einer Stelle eine verheiratete Zeugin ein, die der Polizei wichtige Informationen vorenthält, weil sie heimlich in der Stripshow war und ihr Ehemann sich beim Anblick der Nachrichten laut fragt, was das wohl für verkommene Frauen sein müssen, die sich in so einer Spelunke herumtreiben, aber wer geglaubt hat, dass hier mit einer gesellschaftlichen Doppelmoral abgerechnet wird (nach welcher es Männern natürlich gestattet ist, sich halbnackte Stripperinnen anzuschauen, während Frauen sofort als Schlampen gelten, wenn sie ähnliches tun), befindet sich im falschen Film. Da Frauen das anvisierte Zielpublikum des Films sind, werden hauptsächlich die Tänzer ins rechte Licht gerückt, das war es auch schon.

Schwach sind auch die zahnlosen Mordszenen, bei denen Regisseur Robert Michael Lewis keinerlei Fantasie beweist. Allein die Mordwaffe - eine Art Designer-Teppichmesser mit mehreren Klingen - wirkt so lächerlich, dass man schon staunen muss, wie ein erwachsener Mann an solch harmlosen Kratzerchen in Sekundschnelle sterben kann. Noch unglaubwürdiger ist nur der Umstand, dass die Mörderin völlig unerkannt entkommen kann, ohne dass auch nur eine der vielen Frauen im Zuschauerraum Notiz von ihr nimmt. Von der im feurigen Finale enthüllten Backstory des Täters/der Täterin, die ihn/sie zum Morden antreibt, wollen wir gar nicht erst anfangen, die wäre eher in einem Giallo gut aufgehoben - und das meine ich ausnahmsweise nicht positiv.

LADYKILLERS ist nach der VHS-Veröffentlichung in der Versenkung verschwunden und aus selbiger bislang nicht wieder aufgetaucht. Eine DVD des Streifens sucht man weltweit vergebens. Vielleicht erbarmt sich ja irgendwann ein Anbieter und wirft sie auf den Grabbeltisch, ich würde sie kaufen. Das ist einer der wenigen Filme, von denen ich mir ein gutes Remake wünschen würde. Für die Besetzung hätte ich schon ein paar persönliche Favoriten. Aber wer bis dahin Filme über Männerstripper sehen will, sollte doch lieber zu "Ganz oder gar nicht" (1997) greifen.

Randnotiz: Männerstripper waren in den 80ern echt angesagt. Die 'Chippendales' sorgten weltweit für volle Läden und feuchte äh... Händchen, die 'Playgirl' ging haufenweise über den Ladentisch (wobei eher an Männer als an Frauen), und neben LADYKILLERS gab es auch noch den Kinofilm "Ein himmlischer Lümmel" (A Night in Heaven, 1983), in dem Christopher Atkins frisch von der Blauen Lagune auf die Stripper-Showbühne gebeamt wurde, um seine Lehrerin Lesley Ann Warren verrückt zu machen. Diese unlustige Komödie war ein Mega-Flop und beendete die Karriere des blonden Jünglings auf der Stelle.
Letztendlich waren das alles plumpe Versuche, eine etwas schräge 'Gleichberechtigung' herzustellen. Was damit bewiesen wurde war jedoch nur die Erkenntnis, dass Frauen sich beim Anblick von nacktem Frischfleich genau so daneben benehmen können wie Männer.

05/10



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